© Jonathan Borba

Yuki Tsunoda schließt IndyCar-Wechsel vorerst aus

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Yuki Tsunoda hält an seiner Rückkehr in die Formel 1 fest und zieht einen Wechsel in die IndyCar vorerst nicht in Betracht. Das berichtet GPblog nach Gesprächen mit direkt Beteiligten, obwohl der Japaner nach dem Verlust seines Stammcockpits bei Red Bull nur noch als Reservefahrer im Fahrerlager präsent ist und seine Lage selbst offen als frustrierend beschreibt.

Für Tsunoda ist das ein deutlicher Kurs in einer Phase, in der seine Optionen eng geworden sind. Nach fünf Saisons als Vollzeitfahrer hoffte er darauf, weiter an der Seite von Max Verstappen zu fahren. Red Bull entschied sich jedoch für die Beförderung von Isack Hadjar, wodurch Tsunoda 2026 in die Reservefahrerrolle rückte.

Dass ihn diese neue Position nicht zufriedenstellt, machte er am Hungaroring deutlich. Auf die Frage von GPblog, wie seine Saison laufe, antwortete Yuki Tsunoda beim Ungarn-Grand-Prix-Wochenende knapp: „Boring“. Die Bemerkung passt zu seiner Situation: Er bleibt Teil des Paddocks, ist aber nicht mehr regelmäßig im Wettbewerb, auf den seine Karriere jahrelang ausgerichtet war.

Gerade deshalb ist die Absage an die IndyCar bemerkenswert. Laut GPblog gibt es dort durchaus Interesse an Tsunoda, und auch Honda würde seinen Protegé gern in einem Honda-angetriebenen Auto sehen. Trotzdem richtet Tsunoda seinen Fokus derzeit vollständig auf eine neue Chance in der Formel 1. Aus sportlicher Sicht ist das ein klares Signal: Er betrachtet die amerikanische Option momentan nicht als nächsten Karriereschritt, sondern setzt weiter auf eine Rückkehr in die Königsklasse.

Das Problem ist nur, dass ausgerechnet dort kaum Türen offenstehen. Innerhalb des Red-Bull-Systems gilt eine feste Rückkehr zu Red Bull Racing oder Racing Bulls laut GPblog als unrealistisch. Der Grund liegt nicht nur in Tsunodas eigener Ausgangslage, sondern vor allem in der Konkurrenz um die Plätze. Hadjar hat sich in Position gebracht, Liam Lawson und Arvid Lindblad werden als stark performend beschrieben, und mit Formel-2-Pilot Nikola Tsolov wartet bereits der nächste Kandidat in der Nachwuchspipeline.

Auch außerhalb des Red-Bull-Kosmos ergibt sich daraus kein einfacher Markt. Ein möglicher Wechsel zu Haas war im Laufe der Saison zwar Thema in Gerüchten, doch laut GPblog ist an diesen Spekulationen „no truth“. Damit fällt eine der wenigen zuletzt diskutierten Möglichkeiten praktisch weg.

Als weitere denkbare Spur wird eine Chance bei Alpine genannt, wo Tsunoda dem Bericht zufolge auf ein Cockpit anstelle von Franco Colapinto hoffen soll. Auch dieses Szenario bewertet GPblog allerdings als unwahrscheinlich. Damit bleibt Tsunodas Ziel zwar unverändert, aber der Weg dorthin ist schmaler geworden.

Genau darin liegt die eigentliche Nachricht: Trotz einer Reservefahrerrolle, trotz offenkundiger Unzufriedenheit und trotz vorhandenen Interesses aus der IndyCar klammert sich Tsunoda weiter an die Formel 1. Für seine kurzfristige Zukunft bedeutet das, dass er lieber auf eine seltene Gelegenheit im Grand-Prix-Feld wartet, als seine Karriere schon jetzt in eine andere Spitzenserie umzulenken.

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