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Arvid Lindblad erklärt seinen Red-Bull-Aufstieg

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Arvid Lindblad hat seinen starken Start in die Formel-1-Saison 2026 mit einer bemerkenswert klaren Erklärung für seinen Aufstieg verknüpft: Der einzige Rookie im Feld sagt, dass sich Red Bulls berüchtigtes Nachwuchsprogramm für ihn nie wie Druck angefühlt habe, weil die Formel 1 für ihn immer das einzige Ziel gewesen sei.

Der Racing-Bulls-Pilot gehört in der ersten Saisonhälfte zu den Überraschungen des Jahres. Er holte in Australien bei seinem Debüt direkt Punkte, liegt im Qualifying-Duell gegen seinen erfahrenen Teamkollegen Liam Lawson mit 8:6 vorn und wird in den Leserbewertungen von Autosport gemeinsam mit George Russell auf Rang sieben geführt. In den eigenen Autosport-Noten liegt er auf Platz neun.

Gerade vor diesem Hintergrund wirken Lindblads Aussagen über den Red-Bull-Kader besonders passend. Im Gespräch mit Autosport und Motorsport.com sagte er, er habe den oft als gnadenlos beschriebenen Weg nie so erlebt. Für ihn sei das Programm "einfach eine riesige Chance" gewesen, weil er darin vor allem eines gesehen habe: "Diese Leute glauben an mich. Sie helfen mir, die Formel 1 zu erreichen."

Lindblad machte auch deutlich, dass er mögliche Rückschläge nie dem System zugeschrieben hätte. Wenn er nicht schnell genug gewesen wäre, "wäre ich von mir selbst enttäuscht gewesen. Das wäre nicht Red Bulls Schuld", sagte er. Deshalb habe er "den Druck, über den alle reden", nie wirklich gespürt.

Diese Haltung, so schildert er es, reicht bis in seine Kindheit zurück. "Für mich gab es nur die Formel 1", sagte Lindblad. Auf die Frage nach einem Plan B antwortete er: "Nein. Niemals." In seinem Kopf habe Plan A immer funktionieren müssen. Schon als Fünf-, Sechs- oder Siebenjähriger habe er sich keine Zukunft vorstellen können, in der er kein Formel-1-Fahrer ist.

Er verbindet diese Entschlossenheit auch mit dem frühen Vertrauen von Helmut Marko. Lindblad sagte, er sei Ende 2020 im Alter von "12 oder 13" Jahren ins Red Bull Junior Team aufgenommen worden. Bei seinem ersten Treffen sei es "im Grunde Helmut und ich gewesen, die das ganze Gespräch geführt haben". Jahre später, beim Belgien-Grand-Prix 2023, sagte Marko über ihn: "Innerhalb von drei Jahren wird er in der Formel 1 sein." Racing Bulls bestätigte Lindblad dann am 2. Dezember als Stammfahrer für 2026.

Ganz frei von Emotionen war sein Einstieg in die Königsklasse trotzdem nicht. Lindblad sagte, er habe bis zu seinem ersten Grand Prix in Melbourne noch nicht vollständig verarbeitet, dass er nun Formel-1-Fahrer ist. Nach Startplatz neun habe ihn auf dem Grid Oliver Rowland umarmt und gesagt: "All die Jahre harter Arbeit waren für diesen Moment."

Dieser Satz löste aus, was der Druck offenbar nicht auslöste. Lindblad berichtete, er habe in diesem Moment kurz geweint, bevor er sich wieder sammeln musste, weil das Rennen bevorstand. Danach, sagte er gegenüber Autosport und Motorsport.com, sei ihm die Bedeutung seines Aufstiegs endgültig klar geworden: "Das war der Moment, in dem ich wirklich realisiert habe: 'Ich habe es geschafft. Ich bin ein Formel-1-Fahrer.'"

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