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Verstappen deutet auf Red-Bull-Verbleib 2027 hin

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Max Verstappen hat die Spekulationen um seine Zukunft vor der Sommerpause deutlich abgekühlt: Trotz Ausstiegsklauseln, einer sieglosen Saison 2026 und anhaltender Zweifel am RB22 spricht derzeit vieles dafür, dass der Weltmeister 2027 bei Red Bull bleibt.

Der Niederländer ist bis Ende 2028 an Red Bull gebunden. Laut den vorliegenden Berichten hat sein Management um Raymond Vermeulen wiederholt klargemacht, dass dieser Vertrag grundsätzlich erfüllt werden soll. Zwar gibt es eine bis Oktober aktivierbare Ausstiegsklausel, sie wird derzeit aber eher als Absicherung denn als konkreter Abgangsplan beschrieben.

Verstappen selbst hat den Ton zuletzt ebenfalls gesetzt. Vor dem Grand Prix von Ungarn sagte Max Verstappen, Red-Bull-Fahrer und viermaliger Formel-1-Weltmeister: „Ich fühle mich meinerseits gut, aber ich sage, dass es nichts zu sagen gibt, weil nichts läuft.“ Dazu stellte er klar, worauf sein Fokus liegt: „Ich konzentriere mich einfach darauf, das Maximum aus dem Auto herauszuholen, und das ist schon kompliziert genug.“

Dass die Zukunftsfrage überhaupt so groß geworden ist, liegt an Red Bulls schwierigem Jahr. Nach drei Rennen lag das Team mit nur 16 Punkten auf Rang sechs der Konstrukteurswertung, der Rückstand betrug zeitweise mehr als eine Sekunde pro Runde. Der RB22 verfehlte die Erwartungen, war heikel abzustimmen und für Verstappen wie Teamkollege Isack Hadjar oft schwer vorhersehbar. Red Bull ging schließlich ohne Sieg in die Sommerpause.

Entscheidend ist aber, dass sich die sportliche Lage seither spürbar verbessert hat. Teamchef Laurent Mekies erklärte nach Verstappens Podest in Budapest, Red Bull habe den Rückstand von anfangs rund 1,2 Sekunden durch Updates deutlich reduziert. Ein Paket in Miami halbierte die Lücke, die Ausbaustufe in Österreich nahm weitere Zehntel heraus. Statt klar hinterherzufahren, kämpft Red Bull inzwischen wieder regelmäßig um Podestplätze.

Verstappen hat diesen Trend mit Ergebnissen untermauert. In Österreich und Ungarn wurde er jeweils Zweiter, insgesamt stand er in den letzten vier Rennen dreimal auf dem Podium. Nach dem Ungarn-Wochenende sagte er, Red Bull befinde sich „definitiv in einem Aufwärtstrend“. Gleichzeitig machte er klar, dass ihn das nicht zufriedenstellt. Er wolle das Auto besser verstehen und „wieder auf die Siegerstraße zurückkehren“.

Ganz verschwunden sind die Probleme nicht. Mekies betonte, Red Bull sei noch zu sensibel bei Balance und Arbeitsfenster des Autos, weshalb die Fahrer das Paket nicht an jedem Wochenende konstant ans Limit bringen könnten. Zufrieden sei das Team deshalb nicht. Red Bull wolle erst dann zufrieden sein, wenn es wieder ein Auto habe, das aus eigener Pace Rennen gewinnen könne.

Trotzdem spricht gerade diese Entwicklung gegen einen kurzfristigen Wechsel. Ferrari ist mit Charles Leclerc und Lewis Hamilton besetzt, Mercedes wirkt mit George Russell und Kimi Antonelli festgelegt, und auch bei McLaren gelten Lando Norris und Oscar Piastri als gesetzt. Aston Martin wurde zwar als Möglichkeit diskutiert, erscheint nach den vorliegenden Berichten mit dem bislang nicht überzeugenden AMR26 und offenen Fragen beim Honda-Antrieb aber als riskante Alternative.

Hinzu kommt Verstappens eigene Haltung. Er hat einen Abschied aus der Formel 1 für 2027 ausgeschlossen und Red Bull erneut als „zweite Familie“ bezeichnet. In einer weiteren Phase öffentlicher Unruhe um personelle Veränderungen im Team wies er die dramatische Darstellung zurück und betonte, Zu- und Abgänge seien im Spitzensport normal. Für ihn geht es derzeit weniger um einen Neuanfang anderswo als darum, mit Red Bull wieder ein Auto zu bekommen, mit dem er gewinnen kann.

Genau darin liegt nun die eigentliche Richtung der Geschichte: Solange Red Bulls Leistungskurve weiter nach oben zeigt und keine realistische Top-Alternative aufgeht, bleibt ein Verbleib Verstappens über 2026 hinaus die naheliegendste Lösung, mit 2027 als nächstem entscheidenden Prüfpunkt für die Wettbewerbsfähigkeit des Teams.

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