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Verstappen unterstützt McLaren-Junior van Langendonck

Max Verstappen hat in Spa ein konkretes Förderprojekt für den 15-jährigen McLaren-Junior Dries van Langendonck gestartet und damit klargestellt, worum es bei den Spekulationen um den Besuch im McLaren-Motorhome tatsächlich ging: nicht um einen Formel-1-Deal, sondern um die Unterstützung eines Nachwuchsfahrers mit Management, Geld und Simulatorarbeit.

Verstappen kündigte an, dass er und Verstappen Racing den Belgier auf zwei Ebenen begleiten werden. Zum einen geht es um Management und finanzielle Unterstützung, zum anderen um fahrerisches Coaching. Dabei machte der Red-Bull-Weltmeister deutlich, dass sein Team auch eigenes Geld investiert. Die Kosten in den Nachwuchsklassen seien enorm, sagte er mit Blick auf Formel 3 und Formel 2, weshalb die Zusammenarbeit auch auf dieser Ebene wichtig sei. Zugleich betonte er, dass das Projekt eng mit McLaren abgestimmt werde, weil van Langendonck Teil des Juniorprogramms des Teams bleibt.

Gerade diese Verbindung hatte am Belgien-GP-Wochenende neue Gerüchte ausgelöst. Als Jos Verstappen und Raymond Vermeulen am McLaren-Motorhome gesehen wurden, wurde sofort wieder über Max Verstappens Zukunft spekuliert. McLaren erklärte später jedoch, dass der Besuch mit van Langendonck zusammenhing und nicht mit Gesprächen über ein Cockpit in der Formel 1.

Warum van Langendonck der erste junge Fahrer ist, den er in dieser Form aufnimmt, erklärte Verstappen in Spa klar. Max Verstappen, viermaliger Formel-1-Weltmeister, sagte: „Ich würde das nur bei Fahrern machen, bei denen ich wirklich herausragendes Potenzial sehe. Piloten von diesem Kaliber gibt es nicht jedes Jahr. Deshalb ist Dries für mich auch der Erste. Er bringt definitiv alles mit, um es ganz nach oben zu schaffen.“

Der Niederländer sieht dieses Potenzial nicht nur grundsätzlich, sondern auch im direkten Entwicklungsstand des Belgiers. Er lobte dessen Geschwindigkeit und seinen bisherigen Weg und sagte über van Langendonck: „Für einen 15-Jährigen ist er enorm weit. Wenn ich ihn mit mir selbst im Alter von 15 Jahren vergleiche, ist er für seine Altersstufe wirklich extrem gut.“ Gleichzeitig stellte Verstappen klar, dass der Fahrer trotzdem seinen eigenen Weg finden müsse und nicht die Kopie eines anderen sein solle.

Van Langendonck fährt derzeit in der britischen Formel 4, wo er zur Saisonhalbzeit mit vier Siegen die Meisterschaft anführt. Zuvor gewann er die Formula Winter Series. Für Verstappen ist genau diese Formkurve der Grund, ihn nun aktiv zu begleiten und ihn bei den nächsten Entscheidungen auf dem Weg durch die Nachwuchsklassen zu unterstützen. Er verwies darauf, dass junge Fahrer ihr Talent oft nicht zeigen könnten, wenn sie im falschen Team oder in der falschen Serie landeten.

Ein zentraler Teil des Projekts ist deshalb nicht nur die Finanzierung, sondern die Steuerung der nächsten Schritte. Verstappen sagte, letztlich müsse van Langendonck die Leistung selbst im Auto bringen. Seine Aufgabe sei es, gemeinsam mit McLaren die richtigen Weichen zu stellen, bei der Rennvorbereitung zu helfen und den Fahrer auch technisch weiterzuentwickeln.

Dazu bekommt van Langendonck Zugang zur Simulatoranlage von Verstappen Racing im niederländischen Tilburg. Dries van Langendonck sagte, die Unterstützung von Verstappen Racing gebe ihm neben McLaren „eine zusätzliche Ebene an Unterstützung und Begleitung“ und verschaffe ihm weitere Ressourcen, darunter zusätzliche Simulatorzeit. Sein Ziel sei klar die Formel 1.

Für den Verstappen-Vermeulen-Kreis ist die Zusammenarbeit ebenfalls ein besonderer Schritt, denn van Langendonck ist der erste externe Fahrer, den das Lager in dieser Form aufnimmt. Für den Belgier bedeutet das auf dem Weg nach oben nun die Unterstützung eines Formel-1-Weltmeisters zusätzlich zu der von McLaren, mit einem ausdrücklich formulierten Endziel: der Sprung in die Formel 1.