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Hamiltons Fehler-Serie kostet im Titelkampf Punkte

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Lewis Hamilton hat nach dem Großen Preis von Ungarn bereits fünf Strafen in den ersten elf Rennen der Formel-1-Saison 2026 auf dem Konto, davon vier an den vergangenen drei Wochenenden, und genau diese Häufung rückt seinen Titelkampf nun ins Zentrum der Debatte.

Für Hamilton ist das ein ungewöhnliches Bild. Zu den Sanktionen zählen eine Fünf-Sekunden-Strafe für zu hohes Tempo in der Boxengasse in Monaco, eine Fünf-Sekunden-Strafe für einen Frühstart in Silverstone, eine weitere Fünf-Sekunden-Strafe in Spa nach dem Kontakt mit George Russell sowie in Ungarn erst die Strafversetzung um drei Startplätze wegen Behinderung von Oscar Piastri im Qualifying und dann noch einmal fünf Sekunden für zu schnelles Fahren in der Boxengasse im Rennen.

Gerade Budapest verschärfte die Kritik, weil Ferrari dort mit einem Auto unterwegs war, das als Sieganwärter galt. Hamilton hatte sich ursprünglich auf Rang zwei qualifiziert, fiel durch die Strafe im Qualifying aber zurück und wurde im Rennen nach der nächsten Zeitstrafe nur Fünfter, statt bis zum Ende um das Podium zu kämpfen.

Hamilton selbst machte nach dem Wochenende deutlich, wie schwer diese Fehler wiegen. Er sprach von Punkten, die eine Weltmeisterschaft kosten könnten, und zog eine klare Konsequenz für sich selbst: „Ich muss einfach härter arbeiten, damit ich den Kommissaren gar nicht erst die Möglichkeit gebe, mich wieder in die Strafzone zu bringen.“

Die Kritik von außen fällt trotzdem deutlich aus. Gary Anderson, ehemaliger Designer bei Jordan, Stewart und Jaguar, schrieb in seiner Kolumne für The Telegraph, Hamilton sei bei den beiden Ungarn-Strafen „überwiegend selbst schuld“. Anderson sagte: „Ich muss sagen, dass ich überrascht bin, dass Hamilton mit all seiner Erfahrung diese Fehler macht.“ Besonders kritisch bewertete er Hamiltons Umgang damit: „Das Größte im Moment ist, dass ich nicht den Eindruck habe, dass er die Verantwortung dafür übernimmt. Er versucht, jemand anderem die Schuld zu geben. Das ist enttäuschend.“

Auch Sky-Sports-Kommentator David Croft sieht das Problem nicht allein bei Ferrari. „Lewis macht nachlässige Fehler“, sagte Croft in der Sky Sports F1 Show. Mit Blick auf die Qualifying-Strafe in Ungarn meinte er, Hamilton hätte den Zwischenfall trotzdem vermeiden müssen: „Er hätte immer noch in seine Spiegel schauen müssen.“ Croft ergänzte, das seien „keine Fehler, die ein Fahrer mit seinen Fähigkeiten und seiner Erfahrung machen sollte“.

Die sportlichen Folgen sind messbar. Nach elf Runden liegt Hamilton mit 169 Punkten auf Platz zwei der Fahrerwertung, aber bereits 50 Zähler hinter Kimi Antonelli, der mit 219 Punkten als Spitzenreiter in die Sommerpause geht. Wenn Hamilton diesen Rückstand noch drehen will, geht es für Ferrari und für ihn längst nicht nur um Pace, sondern darum, die vermeidbaren Fehler abzustellen, die in den vergangenen Wochen zu einem ernsthaften Schaden im Titelrennen geworden sind.

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