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Haas stärkt Fornaroli und erschwert Doohans Weg

Haas hat bestätigt, dass FIA-Formel-2-Champion Leonardo Fornaroli am 17. und 18. Juni in Jerez im Rahmen des TPC-Programms die VF-25 gefahren ist. Der Test stärkt die Aussichten des 21-Jährigen auf ein künftiges Formel-1-Cockpit und macht Jack Doohans Weg zurück in die Startaufstellung bei Haas nicht einfacher.

Das Team stellte klar, dass der Einsatz Teil einer gezielten Fahrerbewertung war. In seiner Mitteilung erklärte Haas, dass das 2026 mit Toyota-Unterstützung ausgebaute TPC-Programm dem Rennstall die Möglichkeit gebe, Fahrer zu testen und zu evaluieren. Genau in diesem Rahmen erhielt Fornaroli die Chance auf die zwei Tage in Spanien.

Fornaroli kam mit starkem Profil nach Jerez. Er ist Formel-2-Champion 2025 und seit Ende vergangenen Jahres Entwicklungs- und Testfahrer bei McLaren. Schon bei seinem ersten offiziellen Formel-1-Wochenende in Barcelona hatte er aufhorchen lassen, als er im Freitagstraining zum Grand Prix von Katalonien Fünfter wurde, nur acht Zehntel hinter der Bestzeit von George Russell.

Dass McLaren aktiv an seiner Zukunft arbeitet, hatte Teamchef Andrea Stella bereits offen gemacht. Stella sagte, Fornaroli sei „klar ein Gewinn für die Formel 1 und wir wollen ihn Rennen fahren sehen“. McLaren arbeite zudem „gemeinsam daran, alle Möglichkeiten auszuloten, die sich in der Formel 1 ergeben könnten“.

Gerade deshalb ist der Haas-Test mehr als nur ein Trainingslauf. Er fällt in eine Phase, in der Doohan als Ersatzfahrer des Teams auf seine nächste Chance wartet, nachdem Alpine ihn nach sechs Rennwochenenden 2025 aus dem Renncockpit genommen hatte. Im Pit Talk-Podcast von Fox Sports sagte Doohan: „Wenn ich es zurück in ein Auto schaffen würde, wäre das unglaublich.“ Zugleich räumte er ein, dass bei dieser Frage diesmal deutlich mehr Faktoren als üblich eine Rolle spielten und vieles außerhalb seiner Kontrolle liege.

Doohan versucht nach eigener Aussage, sich genau darauf nicht zu versteifen. Er konzentriere sich auf das, was er selbst beeinflussen könne, während mögliche Gelegenheiten zunächst von äußeren Umständen abhingen, bevor sie überhaupt greifbar würden. Diese Lage wirkt nun noch komplizierter, weil Haas mit Fornaroli einen weiteren jungen Kandidaten sichtbar in Stellung bringt.

Für Haas weist der Test klar in Richtung 2027. Oliver Bearman bleibt mit 18 der bislang 21 Punkte des Teams ein zentraler Baustein, während Esteban Ocon nach sieben Runden erst drei Zähler eingefahren hat. Ocons Platz gilt kurzfristig nicht als akut gefährdet, doch die Bewertung Fornarolis zeigt, dass Haas seine Optionen für die Zukunft bereits prüft und der Druck auf das zweite Cockpit wachsen kann.