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Audi peilt in Spielberg endlich die ersten Punkte an

Audi reist mit klarem Punkteauftrag zum Grand Prix von Österreich: Nach den verpassten Chancen in Monaco und Barcelona soll die verbesserte Pace des R26 in Spielberg endlich in ein Top-10-Ergebnis münden.

Die Mannschaft sieht den Red Bull Ring als nächste Gelegenheit, einen Aufwärtstrend zu bestätigen, der sich zuletzt zwar in der Performance, nicht aber im Klassement gezeigt hat. Aus den beiden jüngsten Wochenenden nahm Audi trotz ermutigender Signale keine Punkte mit. Als Gründe nannte das Team eine Mischung aus operativen Fehlern, Zuverlässigkeitsproblemen und fehlendem Rennglück.

Besonders Barcelona wirkt dabei nach. Nico Hülkenberg sagte vor dem Österreich-Wochenende, das Ergebnis dort sei enttäuschend gewesen, "weil wir das Tempo, die Position und die Gelegenheit hatten, ein gutes Resultat nach Hause zu bringen". Zugleich wertete der Deutsche die letzten Rennen als Beleg dafür, dass Audi näher an die Top 10 heranrückt. "Die letzten beiden Events haben gezeigt, dass wir in Sachen Performance Schritte in die richtige Richtung machen. Wir haben das Tempo, um um Punkte zu kämpfen, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die Früchte unserer Arbeit ernten", sagte Hülkenberg.

Für Spielberg sieht er deshalb weniger das reine Tempo als die Ausführung als Schlüsselfaktor. Der Red Bull Ring sei ein kurzer, trügerisch einfacher Kurs, auf dem sich Fehler kaum ausgleichen ließen, weshalb eine gute Qualifikation wichtig sei. Entscheidend sei aber vor allem "ein sauberes Wochenende insgesamt, drei solide Tage ohne Fehler", so Hülkenberg.

Audi untermauert den Angriff auf die Punkte mit personellen und technischen Maßnahmen. Paul Aron übernimmt im ersten Freien Training den R26 von Gabriel Bortoleto. Dazu plant das Team für beide Autos ein Entwicklungspaket mit Updates.

Bortoleto macht keinen Hehl daraus, wie groß der Frust nach den jüngsten verpassten Möglichkeiten ist. Audi hätte bei den letzten Rennen punkten müssen, sagte der Brasilianer, zugleich verwies er aber auf das Potenzial des Autos und die Chance auf einen neuen Anlauf in die Top 10. Zusätzlichen Rückenwind zieht er aus seiner Strecke in Spielberg: Dort holte er im Vorjahr seine ersten Formel-1-Punkte, damals kam auch Hülkenberg in die Zähler.

Allan McNish, Audis Wettbewerbsdirektor, sprach ebenfalls von ermutigenden Zeichen bei Performance und Fahrzeugverständnis in Monaco und Barcelona, obwohl die Ergebnisse hinter dem gezeigten Tempo zurückblieben. Entscheidend sei nun, den eingeschlagenen Entwicklungsweg in einem eng umkämpften Mittelfeld weiterzugehen und am Wochenende in Österreich alles zu maximieren, was auf der Strecke möglich ist.

Damit steht Spielberg für Audi weniger als Neuanfang als vielmehr als Belastungsprobe für den Fortschritt der R26. Gelingt ein fehlerfreies Wochenende mit den neuen Teilen, kann das Team seine Entwicklung erstmals in WM-Punkte umwandeln.