© Jonathan Borba

Antonelli führt Mercedes-Doppelschlag in Zandvoort an

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Andrea Kimi Antonelli hat im einzigen freien Training zum Grand Prix der Niederlande in Zandvoort das erste Ausrufezeichen gesetzt und Mercedes vor dem Sprint-Qualifying an die Spitze geführt. Der Italiener fuhr in 1:12,949 Minuten die Bestzeit und blieb damit als einziger Fahrer unter 1:13, vor Lando Norris im McLaren mit 0,121 Sekunden Rückstand und Teamkollege George Russell mit 0,125 Sekunden.

Damit kam das klarste frühe Signal des Tages von Mercedes. Hinter dem Spitzentrio folgten Lewis Hamilton im Ferrari mit 1:13,139 und Charles Leclerc mit 1:13,238, während Oscar Piastri als Sechster bereits 0,659 Sekunden auf Antonelli verlor.

Die 60 Minuten waren die einzige Trainingsgelegenheit des Sprint-Wochenendes und begannen auf nasser Strecke nach Regen am Vormittag. Bei kühlen 18 bis 19 Grad Lufttemperatur und 23 bis 29 Grad Asphalttemperatur entwickelte sich die Session ständig weiter, erst auf Intermediates, später auf Slicks. Gerade diese wechselnden Bedingungen machten belastbare Aussagen schwierig, erhöhten aber den Wert von Antonellis Schlussattacke.

Der Mercedes-Pilot blieb dabei nicht ohne Schreckmoment. Nachdem er die Ideallinie verlassen hatte, um ein anderes Auto vorbeizulassen, drehte er sich in Kurve 10, fing sein Auto aber ohne Folgen ab. Antonelli sagte danach: „Ich weiß nicht, was da passiert ist.“

Unruhig verlief die Einheit auch für mehrere andere Fahrer. Carlos Sainz rutschte zweimal ins Kiesbett, zunächst in der Schlusskurve und später noch einmal nahe Kurve 12. Hamilton und Fernando Alonso leisteten sich ebenfalls Ausritte, ohne dass größere Schäden gemeldet wurden. Max Verstappen kam auf der sich verändernden Strecke ebenfalls von der Fahrbahn ab.

Für den Lokalmatadoren blieb es sportlich bei einem verhaltenen Auftakt. Verstappen wurde im Red Bull nur Elfter in 1:14,325 Minuten und lag damit mehr als 1,3 Sekunden hinter Antonellis Bestmarke. Nico Hülkenberg brachte Audi als Siebten in 1:13,784 nach vorn, vor Pierre Gasly im Alpine und Gabriel Bortoleto im zweiten Audi.

Vor dem Sprint-Qualifying spricht damit vor allem die reine Pace für Mercedes. Dass beide Silberpfeile in den Top drei landeten und Antonelli die einzige Runde in den 1:12ern setzte, macht das Team zum auffälligsten Frühstarter eines schwierigen Zandvoort-Freitags.

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