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Liam Lawson stellt Red Bulls Urteil von 2025 infrage

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Liam Lawson hat Red Bulls frühere Entscheidung mit Rang sieben beim Niederländischen Grand Prix infrage gestellt: Der kurzfristige Ersatzmann lag im Qualifying in Zandvoort nur 0,115 Sekunden hinter Max Verstappen und holte nach dessen frühem Unfall als einziger Red-Bull-Fahrer Punkte.

Lawson sprang für den am Handgelenk verletzten Isack Hadjar ein und erfuhr erst am Montag vor dem Wochenende von seinem Einsatz. Vor der Abreise nach Zandvoort blieb ihm nur eine Simulator-Session in Milton Keynes, auf der Strecke wegen des Sprintformats lediglich das erste freie Training, um sich an den RB22 zu gewöhnen. Nach Platz elf im Sprint steigerte er sich im Grand-Prix-Qualifying auf Rang acht: Seine Zeit von 1:11,733 Minuten lag nur hinter Verstappens 1:11,618.

Nach Verstappens Unfall in der Anfangsphase rückte Lawson auf den siebten Platz vor und hielt diese Position bis ins Ziel. Eine Zehn-Sekunden-Strafe wegen eines Gelbflaggenverstoßes änderte an seinem Ergebnis nichts. Mehr schien für Red Bull gegen die drei führenden Teams an diesem Wochenende nicht erreichbar.

Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies würdigte Lawsons Leistung am Sonntagabend. „Liam ist ins Auto gesprungen und hat einen guten Job gemacht“, sagte Mekies. „Es ist nie einfach, plötzlich in ein anderes Team und ein anderes Auto zu wechseln und ein Rennen wie dieses zu fahren. Aber er hat es gut gemacht. Gestern lag er im Qualifying nur 0,1 Sekunden hinter Max, und heute hat er mit Platz sieben die Punkte geholt, die vom Tempo her verfügbar waren.“

Gerade deshalb fällt der Kontrast zu Lawsons erstem Red-Bull-Einsatz 2025 auf. Nach nur elf Formel-1-Rennen über zwei kurze Einsätze war er zum Senior-Team befördert worden. In seinen zwei Grand-Prix-Wochenenden schied er dreimal in Q1 aus, darunter beim Sprint-Wochenende in China zweimal als Letzter, blieb ohne Punkte und wurde anschließend zu Racing Bulls zurückversetzt.

Lawson betonte nach dem Qualifying, dass die Ausgangslage diesmal trotz der knappen Vorbereitung eine andere gewesen sei. „Der Hauptpunkt war vergangenes Jahr ehrlich gesagt, dass ich auf zwei Strecken fuhr, auf denen ich noch nie gewesen war. Dazu kam, dass ich ein Auto lernen musste, das bereits sehr schwer zu fahren war“, erklärte er. Der aktuelle RB22 sei dagegen „vielleicht nicht so schwierig zu fahren oder ans Limit zu bringen“. Zandvoort beweist nicht, wie Lawsons Saison 2025 bei mehr Zeit verlaufen wäre. Es zeigt aber, dass Red Bulls schnelle Bewertung eines Fahrers unter besonders ungünstigen Bedingungen weiterhin schwer zu verteidigen ist.

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