Ferrari wird beim Großen Preis von Italien in Monza vom 4. bis 6. September mit einer Sonderlackierung zu Ehren von Michael Schumacher antreten. Die SF-26 von Lewis Hamilton und Charles Leclerc sollen zum Heimrennen der Scuderia ein Design tragen, das an Schumachers erste Saison für Ferrari 1996 erinnert.
Ferrari gab das Thema am 25. August mit einem kurzen Video auf seinen Social-Media-Kanälen vor. Die Scuderia versah den Teaser mit den Worten: „Die Heimat ruft.“ Zwar hat das Team die Lackierung noch nicht vollständig enthüllt, die bislang sichtbaren Bilder lassen aber auf eine klare Schumacher-Hommage schließen.
Im Mittelpunkt steht offenbar der Ferrari F310, mit dem Schumacher 1996 seine erste Saison für die Mannschaft bestritt. Der damalige Wagen fuhr mit roter Grundfarbe, schwarzen Flügeln und goldenen Felgen. Genau diese Kombination könnte nun auf den aktuellen SF-26 wiederkehren. Ferrari hält Details zum endgültigen Entwurf zunächst zurück, doch die Anspielung auf den F310 gibt der Präsentation eine eindeutige historische Richtung.
Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. 2026 jährt sich Schumachers erster Sieg für Ferrari zum 30. Mal. Der Deutsche gewann den Großen Preis von Spanien in Barcelona 1996 und bescherte der Scuderia damit seinen ersten Formel-1-Erfolg. Zehn Jahre später, 2006 beim Großen Preis von China, folgte sein letzter Sieg für Ferrari.
Dazwischen formte Schumacher mit dem Team eine der prägendsten Erfolgsgeschichten der Formel 1. In seinen zehn Jahren bei Ferrari gewann er fünf seiner insgesamt sieben Weltmeistertitel. Diese Phase gilt als die erfolgreichste Ära in der Geschichte der Scuderia und macht die Verbindung zwischen Fahrer, Team und Anhängern bis heute besonders stark.
Monza ist dafür die passende Bühne. Der Italien-Grand-Prix gehört zu den wichtigsten Terminen im Ferrari-Kalender, und die Strecke steht für die unmittelbare Nähe zwischen der Scuderia und ihren Tifosi. Hamilton und Leclerc werden dort nicht nur die aktuellen Farben des Teams vertreten, sondern mit dem F310-inspirierten Auftritt auch an den Fahrer erinnern, der Ferraris moderne Erfolgsepoche entscheidend geprägt hat.
© Jonathan Borba