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Aston Martin kämpft trotz Chassis-Schritt mit Honda

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Aston Martins Chassis-Fortschritt hat Fernando Alonso in Zandvoort zwar zu zwei Punkten geführt, doch die neue Honda Spec 2 bremst das Team weiter aus: Ihre unberechenbare Fahrbarkeit beim Anbremsen und Herunterschalten verhindert, dass der AMR26B sein Potenzial konstant ausschöpft.

Lance Stroll, Aston-Martin-Fahrer, fiel nach dem Qualifying zum Großen Preis der Niederlande ein hartes Urteil über den neuen Antrieb. „Es ist nicht gut. Wirklich nicht gut. Es ist wie eine Lotterie“, sagte er. Beim Einlenken stehe keine konstante Motorbremse zur Verfügung, zudem funktionierten die Herunterschaltvorgänge häufig nicht korrekt. „Es gibt viele Probleme“, erklärte Stroll.

Fernando Alonso bestätigte nach dem Rennen dieselbe Schwäche. Der zweimalige Weltmeister kämpfe weiter mit den Schaltvorgängen und der Motorbremse, die sich von Kurve zu Kurve unterschiedlich verhalte. „Wir haben wieder Probleme beim Herunterschalten und mit der Motorbremse von Kurve zu Kurve“, sagte Alonso. Gerade beim Bremsen wird damit ein wichtiger Bereich zur Belastung für die Fahrer, obwohl die neue Motorengeneration Energie- und Betriebsmanagement besonders relevant gemacht hat.

Der Kontrast zum Chassis könnte kaum größer sein. Aston Martin brachte in Ungarn ein umfangreiches Aerodynamikpaket und ergänzte es in Zandvoort um vier oder fünf weitere Komponenten. Honda setzte die neue Power Unit dort erstmals an einem kompletten Rennwochenende ein. Stroll sieht das Team mit dem Chassis nach dem großen Schritt in Budapest „an einem ziemlich guten Punkt“.

Alonso konnte diese Basis am Sonntag nutzen, obwohl er nur von Platz 18 gestartet war und zwischenzeitlich Funkprobleme hatte. Er fuhr auf Soft-Reifen bis Runde 34, wechselte dann auf Hard und brachte den zweiten Stint über 37 Runden bis ins Ziel. Der ungeplante Einstopp war am Sonntag einzigartig und führte ihn auf Rang neun. Entscheidend war dabei freie Fahrt: Aston Martin ist in den Kurven schneller als einige direkte Gegner, verliert auf den Geraden aber Zeit und bleibt im Verkehr hängen.

Das Ergebnis verdeckt daher nicht die Grenzen des Pakets, besonders vor dem Hochgeschwindigkeitskurs in Monza. Alonso erwartet dort keine Wettbewerbsfähigkeit, weil die weiterhin schwache Geradeausperformance den Chassis-Gewinn einschränkt.

Shintaro Orihara, Honda-F1-Chefingenieur, sagte nach dem Niederlande-GP, Honda arbeite auch auf den Prüfständen von HRC Sakura an Verbrennung und Motorsteuerung. „Wir müssen den Motor dazu bringen, das zu tun, was erforderlich ist, wenn der Fahrer es braucht“, sagte Orihara. Das Vertrauen der Fahrer in die Power Unit sei kurzfristig wie mittelfristig die höchste Priorität. Erst wenn Honda die Motorbremse und die Schaltvorgänge berechenbar macht, kann Aston Martin den spürbaren Fortschritt seines AMR26B dauerhaft in Ergebnisse umsetzen.

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