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Red Bull erklärt RB22-Problem mit der Lenkung

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Red Bull hat offengelegt, dass die schwache Frühphase des RB22 in der Formel-1-Saison 2026 nicht nur auf fehlende Aerodynamik zurückging, sondern auch auf einen Defekt im Lenksystem, der Max Verstappen und Isack Hadjar das Gefühl für das Auto nahm. Technikdirektor Pierre Waché sagte, das Problem habe in Lenkgetriebe und Lenksäule gelegen und sei nach dem Austausch der betroffenen Teile zu Beginn der Saison behoben worden.

Damit bekommt die scharfe Kritik der Fahrer aus den ersten Wochen nachträglich eine konkrete technische Erklärung. Verstappen hatte den RB22 schon in der Anfangsphase als „komplett unfahrbar“ beschrieben und in China erklärt, „jede Runde ist wie Überleben“. Hadjar schlug in dieselbe Richtung ein, nannte das Auto nach Suzuka „schrecklich“ und sprach später in Ungarn erneut von einem „unfahrbaren“ Auto. Dort kommentierte er die Entwicklung des Teams sarkastisch als „einen guten Schritt zurück“.

Waché machte zugleich klar, dass der Lenkungsfehler nur ein Teil des Problems war. Laut dem Franzosen konnten die Fahrer wegen des Defekts das Verhalten des Autos über das Lenkrad nicht richtig spüren, was die ohnehin schwierige Abstimmung des RB22 zusätzlich erschwerte. Nach dem Teiletausch wurde das Feedback berechenbarer, doch das machte aus dem Auto noch keinen klaren Spitzenreiter.

Der Grund dafür liegt nach Wachés Darstellung tiefer im Fahrzeugkonzept. Red Bull kämpft weiterhin mit Instabilität beim Einlenken und Untersteuern in der Kurvenmitte. „Wie bei jedem Rennwagen sehen wir einige Grenzen darin, wie die Fahrer das Auto nutzen können“, sagte Pierre Waché, Red-Bull-Technikdirektor, den Medien. „Die Eigenschaften des Autos begrenzen, was man bei der Balance erreichen kann. Wir haben Schwierigkeiten mit der Stabilität am Kurveneingang und Untersteuern in der Kurvenmitte, und wir versuchen, diese Punkte mit mechanischen Anpassungen zu minimieren.“

Hinzu kam, dass Red Bull zu Saisonbeginn im Vergleich zu einigen Rivalen Abtrieb fehlte. Die Kombination aus aerodynamischem Defizit und dem später entdeckten Lenkungsproblem erklärt, warum der RB22 in den ersten Rennen so schwer zu lesen war und warum die Fahrer selbst dann keine klare Referenz fanden, wenn einzelne Runden oder Sessions Fortschritte andeuteten.

Das Team reagierte nicht nur mit dem Austausch der Lenkungskomponenten. In Miami brachte Red Bull auch ein großes Upgrade-Paket, das Gewicht reduzierte und das Aerodynamik-Konzept überarbeitete. Doch selbst nach dieser Entwicklungsstufe blieb das Verhalten des RB22 inkonstant, statt sich von Wochenende zu Wochenende zu stabilisieren.

Genau darin liegt die sportliche Bedeutung der Enthüllung. Der behobene Defekt erklärt zwar, warum Verstappen und Hadjar den RB22 in der Frühphase als kaum fahrbar beschrieben, er löst aber nicht das größere Leistungsbild auf. Red Bull hat die akute Störung beseitigt, ringt aber weiter mit den grundsätzlichen Eigenschaften des Autos.

Das zeigt sich auch in den Ergebnissen. Verstappen holte in den vergangenen sieben Rennen vier Podestplätze und Red Bull hat damit zumindest wieder einzelne starke Wochenenden produziert. Eine konstante Form ist daraus aber noch nicht geworden, denn weder Verstappen noch Hadjar können das vorhandene Niveau bislang über ein komplettes Rennwochenende hinweg verlässlich abrufen.

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