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Steiner zerlegt Aston Martin und Honda 2026

Günther Steiner hat Aston Martins Saisonstart mit Honda nach den Wochenenden in Monaco und Barcelona als „inakzeptabel“ bezeichnet und gesagt, das Team erfülle „nicht mehr die Standards der Formel 1“, während selbst Cadillac im Vergleich gut aussehe.

Im Red-Flags-Podcast begründete Steiner seine scharfe Kritik mit Aston Martins aktueller Wettbewerbsfähigkeit. Der AMR26 war den vorliegenden Zusammenfassungen zufolge in Monaco und Barcelona das langsamste Auto im Feld, in Barcelona lag das Team sogar rund eine Sekunde hinter Cadillacs MAC-26. Dort kam Aston Martin mit beiden Autos zusammen nur auf 46 Runden und schrieb den nächsten Nuller an.

„Aston Martin lässt sogar Cadillac gut aussehen“, sagte Steiner. „Cadillac war am Ende drei Runden zurück. Was Aston Martin im Moment macht, ist meiner Meinung nach einfach inakzeptabel. Es entspricht nicht mehr den Standards der Formel 1. Du bist Letzter, meilenweit weg, und dann bringst du das Auto nicht einmal ins Ziel.“

Steiner machte dafür nicht nur das Chassis oder die operative Seite verantwortlich, sondern weitete den Vorwurf ausdrücklich auf Honda aus. Der neue Motor des japanischen Herstellers liege vor allem beim Verbrenner deutlich hinter Mercedes, nach Steiners Einschätzung „nahezu 10 %“ zurück. Die früheren Vibrationsprobleme scheinen zwar weitgehend behoben zu sein, bei der Zuverlässigkeit sieht er aber weiter ungelöste Defizite.

Gerade deshalb fällt die Kritik so hart aus. Lawrence Stroll hat nach Steiners Darstellung zu den wenigen Personen gehört, die so viel eigenes Geld in die Formel 1 investiert haben, und im Fahrerlager galt Aston Martin zugleich als Team mit allen Zutaten für den Erfolg. Umso größer ist der Kontrast zum bisherigen Auftritt auf der Strecke, nachdem der in Montmeló gezeigte Testwagen zuvor noch als spektakulär beschrieben worden war.

Steiner stellte auch infrage, ob die erhoffte Hilfe von außen ausreichen wird. Das ADUO-Programm werde für Honda wichtig sein und müsse eine Verbesserung bringen, sagte er, fügte aber hinzu, dass der Hersteller womöglich mehr brauche als das allein. Über die Investitionen bei Aston Martin sagte er sinngemäß, dass sie derzeit verpufften.

Seine zugespitzeste Warnung richtete sich an das gesamte Projekt. Steiner sprach von einer Art Abstiegssituation, obwohl es in der Formel 1 kein Auf- und Abstiegssystem gibt, und sagte über Honda und Aston Martin: „Wenn sie dort bleiben, wo sie sind, müssen sie in die Formel 2 gehen.“ Damit wird aus einer schwachen Frühphase der Partnerschaft ein sportlicher Alarmfall, der Aston Martin und Honda schnell zu Fortschritten zwingen dürfte.