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Racing Bulls warnt nach Barcelona vor Rennpace-Problem

Racing Bulls hat in Barcelona mit Liam Lawson auf Platz acht und Arvid Lindblad auf Rang neun erneut doppelt gepunktet, doch hinter dem ordentlichen Resultat steht vor allem ein Problem: Im direkten Duell mit Alpine fehlte dem Team im Rennen die Pace.

Lawson war als Achter gestartet und wurde nach der Strafe gegen Franco Colapinto auch als Achter gewertet, Lindblad fuhr von Startplatz elf auf Platz neun. Das brachte Racing Bulls sechs Punkte ein. Im Kampf um Rang fünf der Konstrukteurswertung liegt das Team aber weiter 16 Zähler hinter Alpine.

Gerade deshalb fiel das Fazit nach dem Grand Prix kritisch aus. Alan Permane, Teamchef von Racing Bulls, sagte nach dem Rennen in Barcelona, die Stimmung sei gemischt. Nach einem starken Wochenende habe es sich im Grand Prix so angefühlt, als habe das Team leicht zurückgesteckt. „Die Alpines waren uns heute klar überlegen“, sagte er.

Das war umso auffälliger, weil Racing Bulls über das Wochenende zunächst den stärkeren Eindruck gemacht hatte. In allen drei freien Trainings lagen beide Autos vor beiden Alpine. Im Rennen drehte sich das Bild jedoch. Pierre Gasly kam durch einen von Permane als „billigen Boxenstopp“ unter dem Virtual Safety Car beschriebenen Stopp an Lawson vorbei. Colapinto überholte beide Racing Bulls auf der Strecke, ehe ihn seine Strafe wieder hinter Lawson zurückwarf.

Auch bei Lindblad begann der Rückstand bereits am Samstag. Im letzten Q2-Versuch fehlte ihm laut Team die Energieabgabe, wodurch der Einzug in Q3 misslang. Racing Bulls entschuldigte sich dafür sofort per Funk. So musste Lindblad von Platz elf losfahren und das Rennen aus dem Mittelfeld aufholen, obwohl der Undercut in Barcelona besonders wirkungsvoll war.

Lawson machte nach dem Rennen deutlich, wo Racing Bulls ansetzen muss. Gegenüber ausgewählten Medien, darunter RacingNews365, sagte er: „Für uns ist das grundsätzlich gut. Die Saison ist lang, und es liegen noch viele Rennen vor uns. Alpine hatte zuletzt einige gute Rennen und hat viele Punkte geholt. Aber wenn wir diesen Trend halten können, dann hatten wir im Qualifying offensichtlich ein schnelles Auto. Hoffentlich setzt sich das im Rest der Saison fort. Barcelona ist normalerweise ein ziemlich guter Maßstab dafür, also müssen wir einfach das Rennauto in Ordnung bringen.“

Permane sah trotz des Rückschlags auch einen Fortschritt im größeren Bild. Im Vergleich zu Miami, ebenfalls einer Strecke mit schnellen Kurven, habe Racing Bulls „einen großen Schritt“ gemacht. Genau deshalb will das Team nun den Leistungsabfall zwischen Qualifying und Rennen genauer untersuchen. Diese Analyse soll ein zentraler Teil der Arbeit vor dem nächsten Grand Prix in Österreich werden, weil genau dort im Kampf mit Alpine weiterhin die entscheidenden Punkte verloren gehen können.