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Hamilton lobt Santi nach erstem Ferrari-Sieg

Lewis Hamilton sagte, sein erster Grand-Prix-Sieg für Ferrari in Barcelona sei vor allem auf das Vertrauen und die starke Arbeitsbeziehung zurückzuführen, die er mit seinem neuen Renningenieur Carlo Santi aufgebaut hat. Für den siebenmaligen Weltmeister war der Erfolg beim Grand Prix von Barcelona-Catalunya nach zwei zweiten Plätzen in Folge nicht nur der erste Sieg in Rot, sondern auch ein klares Zeichen dafür, dass sich seine Situation bei Ferrari gedreht hat.

Santi übernahm die Rolle zu Beginn der Saison 2026, nachdem Ferrari Riccardo Adami nach Hamiltons schwierigem Debütjahr im Team versetzt hatte. 2025 war von Kommunikationsproblemen und auffälligen Funk-Missverständnissen geprägt. Umso deutlicher fiel Hamiltons Beschreibung des Neuanfangs nach dem Rennen aus: „Wir kannten uns nicht, wir hatten nie miteinander gesprochen und ich wusste nichts über ihn. Und dann haben wir uns getroffen und ich glaube, wir haben uns sofort verstanden. Es ist großartig, wieder eine Verbindung zu einem Ingenieur aufbauen zu können, anders als die, die ich früher hatte.“

Dass Santi den Moment mit ihm auf dem Podium teilen konnte, war für Hamilton ein wichtiger Teil dieses Wendepunkts. Er stellte die neue Verbindung in eine Reihe mit seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Peter Bonnington bei Mercedes und nannte Santi seinen „italienischen Bono“. Bonnington war über Jahre Hamiltons feste Referenz an der Boxenmauer, und genau dieses Gefühl, so machte Hamilton deutlich, habe er zuletzt vermisst.

Der Ferrari-Fahrer betonte dabei nicht nur die fachliche, sondern auch die menschliche Seite der Zusammenarbeit. Über Santi sagte er, er sei „sehr, sehr still“ und tue sich schwer damit, Emotionen zu zeigen, doch gerade diese gemeinsame Dynamik habe etwas verändert. „Ich denke gern, dass das wahrscheinlich seine Liebe zu seinem Beruf als Ingenieur neu entfacht hat, so wie er es für mich als Fahrer getan hat“, sagte Hamilton.

Ferraris Teamchef Fred Vasseur bestätigte, dass die Verbindung zwischen Fahrer und Ingenieur ein wichtiger Teil des Fortschritts ist, wollte den Sieg in Barcelona aber nicht auf eine einzelne Person zuschneiden. Fred Vasseur, Ferrari-Teamchef, sagte: „Ich will Carlo nicht in den Vordergrund stellen. Ich glaube, es ist ein riesiger Einsatz von allen.“ Er ergänzte, „die Passung zwischen Carlo und Lewis ist gut“, stellte aber klar, dass die Resultate aus kollektiver Arbeit entstanden seien.

Gerade deshalb ist die neue Stabilität zwischen Hamilton und Santi für Ferrari so bedeutend. Barcelona brachte dem Team den ersten Grand-Prix-Sieg seit Oktober 2024 und Hamilton den bislang deutlichsten Beleg dafür, dass er nach dem schwierigen ersten Jahr bei der Scuderia nicht nur Ergebnisse, sondern auch sein Fahrgefühl zurückgewonnen hat.