Vor dem Miami-Grand-Prix hat Red Bull Max Verstappen und Isack Hadjar für einen Hidden-Camera-Dreh im Seminole Hard Rock Hotel and Casino eingesetzt, doch am Ende war es vor allem Hadjars Auftritt am Empfang, der das Video prägte.
In dem Social-Media-Clip steuert Verstappen das Geschehen zunächst aus einem Hinterzimmer per Knopf im Ohr, bevor Hadjar selbst hinter den Tresen tritt und ahnungslose Hotelgäste mit immer absurderen Einfällen überrascht. Beim Check-in wird eine lebensgroße Gitarre kurzerhand zum angeblichen Zimmerschlüssel erklärt, andere Gäste bekommen Hunderte kostenlose Duschhauben in die Hand gedrückt, und auch ein Pappaufsteller von Verstappen wird Teil des Scherzes.
Zu den auffälligsten Momenten gehört ein Dialog mit weiblichen Gästen, als ein Mitarbeiter auf den Verstappen-Aufsteller zeigt und fragt: „Möchtest du den mit auf dein Zimmer nehmen?“ Nachdem eine Gästin antwortet: „Ja, er ist süß“, legt er nach: „Dann kannst du neben ihm schlafen.“ Damit spielte Red Bull den Running Gag des Videos weiter aus, in dem Verstappen aus dem Hintergrund immer neue Ideen für die Reaktionen am Empfang liefert.
Der eigentliche Mittelpunkt wird dann Hadjar. Er übernimmt den Empfang und zieht die Nummer mit bemerkenswerter Ernsthaftigkeit durch. Nach Verstappens Anweisungen hält er Gästen die Hände, erklärt ihnen demonstrativ, wie Duschhauben funktionieren, klatscht plötzlich los, beginnt ein Warm-up wie vor einem Training und greift zur Gitarre, um gleichzeitig zu spielen und zu schreien. In einer weiteren Szene fragt er einen Gast: „Weißt du, wer das ist?“, als er auf Verstappens Abbild verweist.
Gerade dieser Kontrast machte den Clip so wirksam: Verstappen bleibt der Strippenzieher im Kontrollraum, aber Hadjar verkauft jede noch so absurde Aufgabe mit völlig regungslosem Gesicht. Dass er die Rolle des Rezeptionisten nie sichtbar verlässt, gibt dem Video seinen Rhythmus und hebt es über einen gewöhnlichen PR-Dreh hinaus.
Verstappen selbst zog nach dem Dreh eine zufriedene Bilanz. „Wir haben das gut gemacht. Die Leute waren total verwirrt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, von hier aus zuzuschauen“, sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister nach dem Ende des Pranks.
Die stärkste Reaktion kam danach aus den sozialen Medien, wo sich der Fokus schnell von Verstappen auf Hadjar verlagerte. Auf Reddit schrieben Fans unter anderem: „Wie Isack dabei nicht gelacht hat, ist verrückt“, „Ehrlich beeindruckend, dass Isack das alles durchgezogen hat, ohne ein einziges Mal zu lachen“ und sogar: „Ich glaube, Isack könnte zu SNL.“ Damit wurde klar, woran das Video hängenblieb: nicht an den Requisiten oder an Verstappens Regie, sondern an Hadjars erstaunlich trockenem Auftritt, der ihm vor Miami unerwartet die Hauptrolle in Red Bulls jüngstem Social-Media-Hit verschaffte.
© fuji.tim