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Pato O’Ward will keine F1-Rolle bei McLaren mehr

Pato O’Ward will seine Aufgaben als Formel-1-Reservefahrer bei McLaren beenden und seinen Fokus ganz auf IndyCar richten. Im Speed-Street-Podcast von Conor Daly sagte der Mexikaner, er habe darum gebeten, „von all meinen Diensten in der Formel 1 entlassen zu werden“, weil ihn die aktuelle Formel 1 nicht mehr reize.

O’Ward machte deutlich, dass es dabei nicht um eine kurzfristige Frustration geht, sondern um eine bewusste Richtungsentscheidung. „Es gibt wirklich nichts in mir, das danach verlangt, als Reservefahrer in der F1 weiterzumachen“, sagte der McLaren-Reservefahrer. „Ich bin an einem großartigen Ort in der IndyCar. Ich liebe die Serie. Dort will ich sein.“

Damit entfernt sich ein Fahrer aus dem F1-Umfeld, der in den vergangenen Jahren tief in McLarens Programm eingebunden war. O’Ward ist seit 2024 offizieller Reservefahrer des Teams, absolvierte fünf FP1-Einsätze und nahm auch an den Nachsaisontests in Abu Dhabi teil. Parallel fährt er seit seinem Einstieg in die McLaren-Familie im Jahr 2020 in IndyCar für das Team.

Als Grund nannte O’Ward vor allem die Belastung durch den doppelten Einsatz und den fehlenden Freiraum abseits der Rennstrecke. „In den vergangenen vier oder fünf Jahren konnte ich praktisch nichts davon machen“, sagte er mit Blick auf sein eigenes Training, Ernährung und seine Planung außerhalb des Rennkalenders. Er wolle „mehr trainieren“, „besser essen“ und sich gezielt auf 2027 vorbereiten, das „schnell kommen wird“.

Zu seiner F1-Zeit zog O’Ward trotzdem eine positive Bilanz. Er sei „dankbar für die Erfahrungen und alles, was ich in der Welt der Formel 1 lernen durfte“, sagte er, und auch das Fahren dieser Autos sei in den vergangenen Jahren „eine großartige Erfahrung“ gewesen. Gleichzeitig fügte er hinzu: „Ich glaube, ich bin jetzt in einer anderen Phase meines Lebens, und ehrlich gesagt ist es mir einfach nicht mehr wichtig.“

Sein Rückzug aus der Formel 1 hängt auch mit seiner Sicht auf die aktuelle technische Ausrichtung der Serie zusammen. Bereits früher hatte O’Ward die moderne Art des Überholens kritisiert. Gegenüber FOX Deportes sagte er: „Man will nicht einfach einen Schalter umlegen und sagen: Ich drücke jetzt, um ihn künstlich zu überholen. Das ist nicht Mario Kart, wir fahren hier Rennen.“ Er ergänzte, er habe „überhaupt kein Verlangen“, Teil davon zu sein, und die Formel 1 in ihrer jetzigen Form packe ihn nicht.

Für McLaren bedeutet das den absehbaren Verlust eines Reservefahrers, der in den vergangenen Jahren eng an das Formel-1-Programm angebunden war. Für O’Ward ist die Lage klarer: Er ordnet seine Karriere und sein Leben neu und sieht seine Zukunft nicht mehr in der F1, sondern in IndyCar.