Cadillac ist beim Belgien-Grand-Prix endgültig von seiner auffälligen schwarz-weißen Split-Lackierung abgerückt und fährt nun mit einem neuen Standarddesign, nachdem die Reaktion der Fans auf die Miami-Sonderlackierung stärker ausfiel als auf den ursprünglichen Formel-1-Auftritt des Teams.
Teamchef Graeme Lowdon erklärte, die asymmetrische Lackierung sei bei der Super-Bowl-Halbzeitshow im Februar vorgestellt worden, um zu zeigen, dass Cadillac die Formel 1 "ein bisschen anders" angehen wolle. "Wir haben gesagt, dass wir versuchen werden, einige neue Ideen in die Formel 1 einzubringen. Ich denke, das war ein sehr positiver Schritt, und wir sind eine Zeit lang mit dieser Lackierung gefahren", sagte Lowdon.
Diese erste Version war als Yin-und-Yang-artiges Konzept angelegt, mit einer überwiegend weißen linken und einer größtenteils schwarzen rechten Fahrzeugseite. Eingesetzt wurde sie auf den Autos von Sergio Perez und Valtteri Bottas, bevor Cadillac sie ab dem Österreich-Grand-Prix fallenließ.
Den Ausschlag für den Wechsel gab laut Lowdon die Resonanz auf die spätere Lackierung in Miami. "Die Miami-Lackierung ist bei den Fans sehr gut angekommen, und das haben wir berücksichtigt", sagte er. "Die Lackierung, die wir jetzt haben, ist der Miami-Lackierung tatsächlich ziemlich ähnlich."
Zwischen diesen beiden Designs brachte Cadillac noch eine weitere patriotische Sonderlackierung in Silverstone, mit der der 4. Juli und 250 Jahre seit der Unabhängigkeitserklärung gefeiert wurden. In Belgien kehrte dann die neue symmetrische Basislackierung als regulärer Auftritt zurück.
Lowdon stellte den Wechsel als Teil eines grundsätzlichen Ansatzes dar, nicht nur beim Erscheinungsbild, sondern auch bei der Entwicklung des Autos schnell zu reagieren. "Wenn man sich unser Team anschaut, nicht nur bei den Lackierungen, sondern auch bei den Updates, dann gehören wir zu den Teams, die besonders viele Upgrades ans Auto gebracht haben", sagte er. Das spiegele wider, wie Cadillac seinen Einstieg in die Formel 1 angehe.
"Es ging nie nur darum, überhaupt hierherzukommen", sagte Lowdon. Ziel sei immer gewesen, als Team in die Formel 1 zu kommen und "die Grenzen zu verschieben". Cadillac lehne sich "nicht einfach zurück, weder bei der Weiterentwicklung des Autos noch beim Experimentieren mit der Lackierung", sagte er, und verwies darauf, dass auch die Fanreaktion "durchweg sehr positiv" gewesen sei.
© Jonathan Borba