Kimi Antonelli ist nach seinem Blitzstart in die Formel-1-Saison 2026 auch außerhalb des Fahrerlagers angekommen: Das US-Magazin TIME hat den 19-jährigen Mercedes-Piloten in seine erstmals veröffentlichte Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten im Sport aufgenommen, nachdem er mit dem Sieg in Monaco die WM-Führung ausgebaut und seinen fünften Erfolg in Serie gefeiert hatte.
TIME führt Antonelli in der Kategorie „Leaders“ und stellt ihn als eine der prägenden Sportgeschichten des Jahres 2026 heraus. Für einen Fahrer in seiner ersten kompletten Formel-1-Saison ist das bemerkenswert, zumal der Italiener bei Mercedes direkt das Cockpit von Lewis Hamilton übernommen hat. Das Magazin beschreibt ihn als 19-jähriges italienisches Ausnahmetalent, das für den siebenmaligen Weltmeister ausgewählt wurde.
Sein sportlicher Aufstieg liefert die Grundlage dafür. TIME verweist darauf, dass Antonelli der jüngste Fahrer ist, der jemals die Führung in der Formel-1-Weltmeisterschaft übernommen hat. Dazu kommt eine weitere Marke: Er reiht sich mit Michael Schumacher und Ayrton Senna als einziger Fahrer ein, der seine ersten drei Pole-Positions in Folge holte. Anders als Schumacher und Senna gewann Antonelli laut TIME auch alle drei dieser Rennen.
Die Auszeichnung zeigt zugleich, wie weit seine Wirkung inzwischen über die Formel 1 hinausreicht. Ein Bericht aus Italien schilderte, dass große nationale Tageszeitungen wie Corriere della Sera, la Repubblica, La Stampa, Il Messaggero, Il Mattino, Il Giornale und Il Secolo XIX seinem Monaco-Ergebnis auf den Titelseiten ähnlich viel Platz einräumten wie dem Finale der French Open. Gazzetta dello Sport, Corriere dello Sport, Tuttosport und Quotidiano Sportivo widmeten ihren kompletten Aufmacher sogar Antonellis Sieg.
Mercedes versucht dennoch, die Erwartungen zu bremsen. Toto Wolff, Teamchef von Mercedes, sagte gegenüber Sky Italia nach Antonellis Monaco-Podium: „Macht nicht zu viel Wirbel um ihn dort in Italien, wir machen mit viel Demut weiter.“ Genau diese Spannung prägt Antonellis Saison inzwischen: Ein Rookie, der die Formel 1 sportlich anführt, wird schon nach wenigen Monaten als globale Sportfigur wahrgenommen, während sein Team versucht, den Fokus auf die Titeljagd zu richten.
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