Max Verstappen hat nach seinem vierten Platz beim Großen Preis von Spanien Red Bulls Lage so deutlich wie selten beschrieben: Der Weltmeister sieht sein Team weiter hinter Ferrari, Mercedes und McLaren, und mit Abstimmungsänderungen allein sei dieser Rückstand nicht zu beheben.
Barcelona lieferte für Verstappen den Beleg auf der Strecke. Er startete als Fünfter, fuhr über weite Strecken ein einsames Rennen und rückte erst durch den Ausfall von Kimi Antonelli noch auf Platz vier vor. Im Ziel fehlten ihm 40 Sekunden auf Sieger Lewis Hamilton, während George Russell Zweiter und Lando Norris Dritter wurde. Einen realistischen Kampf um das Podium gab es aus seiner Sicht nicht.
Auch den Rennverlauf selbst wollte Verstappen nicht als Ausrede gelten lassen. Im Fahrerlager des Circuit de Barcelona-Catalunya sagte der Red-Bull-Pilot, man habe auf allen Reifenmischungen Tempo vermissen lassen. Die Strategie sei gut gewesen, ebenso die Reifenwahl über das Rennen hinweg, trotzdem sei das Auto nicht konkurrenzfähig gewesen.
Noch klarer fiel sein Urteil im Gespräch mit RacingNews365 aus. "Ich denke, dass wir insgesamt immer noch das viertschnellste Team sind. Das wird sich auf den kommenden Strecken nicht wirklich ändern, außer natürlich, wenn man mehr Performance liefern kann. Wir lösen es nicht, indem wir nur die Abstimmung verändern, also werden wir uns das anschauen", sagte Verstappen.
Damit rückte er die Problematik weg von Wochenenddetails und hin zu einem grundsätzlichen Performance-Defizit. Schon vor dem Spanien-Wochenende hatte Verstappen erklärt, Red Bull habe vor allem auf Strecken mit schnellen Kurven, hoher Energielast auf den Reifen und starkem Reifenabbau weiter Schwächen. Barcelona bestätigte dieses Bild im Qualifying wie auch im Renntrimm.
Die kurzfristige Hoffnung liegt deshalb auf der Entwicklung des RB22. "Im Allgemeinen geht es darum, dass wir mehr Performance und bessere Updates bringen. Daran arbeiten wir", sagte Verstappen. Zugleich verwies er darauf, dass in dieser Saison das Team den größten Schritt machen werde, das mit seinen Upgrades den größten Leistungssprung erzielt. Für Red Bull ist genau das nun die zentrale Aufgabe, wenn Verstappen wieder näher an Ferrari, Mercedes und McLaren herankommen soll.
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