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Audi zeigt in Barcelona klare Fortschritte

Audi hat das Spanien-Wochenende in Barcelona mit ermutigendem Tempo eröffnet: Gabriel Bortoleto steigerte sich nach einem schwierigen Start auf Rang acht im zweiten freien Training, während Paul Aron im Auto von Nico Hülkenberg im FP1 Sechster wurde und dem Team nach dem frustrierenden Monaco-Wochenende konkrete Fortschritte lieferte.

Gerade Bortoletos Umschwung gab dem Freitag sein deutlichstes Signal. Der Brasilianer fühlte sich im ersten Training im Auto zunächst nicht wohl, doch Änderungen zwischen den Sessions brachten sofort Wirkung. Gabriel Bortoleto sagte nach dem zweiten Training: „FP2 war definitiv ein ermutigender Schritt. FP1 fühlte sich für mich etwas seltsam an, weil ich mich im Auto nicht sehr wohl gefühlt habe. Wir haben zwischen den Sessions ein paar Änderungen vorgenommen, und das hat mir geholfen, mein Vertrauen zurückzugewinnen.“ Er sagte weiter: „Die Balance wurde besser, die Pace war da und insgesamt war das Gefühl viel besser.“ Vor Samstag sei noch Feinarbeit nötig, aber Audi befinde sich „in einem positiveren Fenster für den Rest des Wochenendes“.

Auch Arons Einsatz stützte dieses Bild. Der Este übernahm Hülkenbergs Auto im ersten Training im Rahmen der FIA-Vorgabe für Rookie-Einsätze und fuhr bei seinem ersten Einsatz in einem Formel-1-Auto der 2026er-Generation auf Platz sechs. Für Audi war das mehr als nur ein Pflichttermin, weil der Lauf ein weiteres Zeichen dafür lieferte, dass das Auto auf einem klassischen Permanentkurs konkurrenzfähiger wirkt.

Hülkenbergs eigener Freitag war dadurch komplizierter. Der Deutsche hatte nur das zweite Training zur Verfügung und beendete es auf Rang elf. Nico Hülkenberg sagte, es sei „insgesamt ein vernünftiger Tag“ gewesen. Mit nur einer Session sei die Priorität gewesen, das Programm abzuarbeiten und ein erstes Gefühl für das Verhalten des Autos auf dieser Strecke zu bekommen, „was wir ohne Probleme geschafft haben“. Die späte Nachmittagshitze in Barcelona sei ein zusätzlicher Faktor gewesen. Über Nacht werde das Team die Daten auswerten, um die Chancen zu erkennen und mit einem guten Plan für Samstag und Sonntag zurückzukehren.

Die Eindrücke aus Barcelona sind für Audi besonders relevant, weil der Kurs einen deutlich repräsentativeren Test des Gesamtpakets bietet als Monaco. Entsprechend war die Richtung schon vor dem Wochenende klar. Allan McNish, Racing Director von Audi, hatte nach Monaco von einer „ermutigenden Pace“ gesprochen, auch wenn das Endresultat den Aufwand des Wochenendes nicht belohnt habe. Hülkenberg nannte Monaco „ziemlich frustrierend“, betonte aber ebenfalls, dass das Team Schritte in die richtige Richtung gemacht habe.

Genau daran knüpft Barcelona nun an. Auf einer Strecke, die Audi gut kennt und die als verlässlicher Maßstab für die Gesamtleistung des Autos gilt, gibt der Freitag dem Team eine belastbarere Grundlage für den Rest des Wochenendes. Mit Bortoletos Fortschritt, Arons starkem Rookie-Einsatz und einer vollständigen Datensammlung auf Hülkenbergs Seite wächst die Hoffnung, über Nacht noch mehr Performance zu finden und sowohl Q3 als auch Punkte in Reichweite zu bringen.