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Indien startet F1-Prüfung für Comeback in Buddh

Indiens Sportministerium will mit einer eigenen Taskforce die Rückkehr der Formel 1 zum Buddh International Circuit prüfen und damit den bislang konkretesten staatlichen Anlauf für ein Comeback zwischen 2028 und 2030 starten.

Die neue Struktur soll aus vier bis fünf Mitgliedern bestehen und innerhalb von drei Monaten eine Machbarkeitsstudie zu internationalen Motorsportveranstaltungen vorlegen. Im Kern geht es darum, ob ein Grand Prix in Indien wirtschaftlich, organisatorisch und sportlich tragfähig wäre. Geprüft werden sollen laut Ministerium die möglichen wirtschaftlichen Erträge, der touristische Nutzen, Investitionschancen sowie die logistischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Austragung eines Formel-1-Rennens.

Ausgelöst wurde der Schritt nach einem Treffen mit Vertretern der Formel 1, des Buddh International Circuit, der Adani Group, des indischen Verbands FMSCI und weiteren Beteiligten. Damit ist aus einer langen Reihe von Gesprächen erstmals ein klar umrissenes, staatlich geführtes Verfahren geworden.

Sportminister Mansukh Mandaviya sagte, das Ministerium werde eine „spezialisierte Taskforce aus 4 bis 5 Personen“ einsetzen, um „eine detaillierte Bewertung des nationalen Motorsport-Umfelds“ vorzunehmen. Die Ergebnisse sollen innerhalb von drei Monaten vorliegen.

Gerade dieser formale nächste Schritt zeigt aber auch, dass der Zeitplan nach hinten gerückt ist. Zuvor hatte die Regierung eine Rückkehr der Formel 1 bereits für 2027 ins Auge gefasst. Nun lautet das Ziel 2028 bis 2030. Auch beim FMSCI wird der spätere Termin als realistischer eingeschätzt.

FMSCI-Präsident Arindam Ghosh sagte, man arbeite daran, die Formel 1 bis 2030 nach Indien zurückzubringen. Das unterstreicht, dass zwischen politischem Wunsch und tatsächlicher Umsetzung weiter eine Lücke besteht, obwohl das Projekt nun deutlich greifbarer geworden ist.

Für die Formel 1 wäre eine Rückkehr nur dann ein realistisches Thema, wenn die Studie mehr liefert als politische Absichtserklärungen. Entscheidend wird sein, ob die Taskforce belastbar darlegen kann, dass Buddh International Circuit den Promotern wieder ein wirtschaftlich sinnvolles und für den Kalender tragfähiges Rennen bieten kann.

Die Formel 1 fuhr zuletzt von 2011 bis 2013 in Indien auf dem Buddh International Circuit nahe Neu-Delhi. Seit dem Verschwinden des Rennens aus dem Kalender gab es mehrfach Gespräche über ein Comeback, ohne dass daraus eine Rückkehr wurde. Genau das macht den jetzigen Schritt so wichtig: Er ist weniger die Bestätigung eines Grand Prix als die offizielle Prüfung, ob aus dem langjährigen Wunsch diesmal tatsächlich ein belastbares Projekt werden kann.