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Hadjar sieht Fehler als größte Red-Bull-Baustelle

Isack Hadjar sagt, er habe den schwierigsten Teil an der Seite von Max Verstappen bei Red Bull bislang gut bewältigt, doch wiederkehrende Fehler in einfacheren Momenten hätten seine Ergebnisse bisher ausgebremst.

Der Franzose, der über den Winter Yuki Tsunoda ersetzt hat, hat einen soliden Start hingelegt und gilt im Fahrerlager bereits als einer der stärkeren Verstappen-Teamkollegen der jüngeren Zeit. Nach den vorliegenden Daten bewegt er sich häufig auf Verstappens Niveau oder zumindest deutlich näher an ihm als mehrere Vorgänger.

Hadjar selbst sieht genau dort die wichtigste Bestätigung seiner ersten Monate im Team. "Ich glaube, die schwierigen Dinge, nämlich nah an Max dran zu sein, habe ich gut gemeistert", sagte Hadjar. "Bei den einfachen Dingen hingegen sind mir Fehler unterlaufen."

Gerade diese Fehler haben seine Saison geprägt. Das deutlichste Negativbeispiel war das enttäuschende Wochenende in Miami, wo Hadjar im Grand Prix ausfiel. In Monaco folgte zwar die sportliche Antwort mit einem ersten Podium für Red Bull, doch dieses Ergebnis wurde später von der FIA wieder aberkannt.

Auffällig ist dabei, dass Hadjar Verstappen nicht als abschottenden Teamleader beschreibt. Auf die Frage nach dem Umgang innerhalb des Teams sagte Isack Hadjar gegenüber Motorsport: "Er fragt mich definitiv nicht, ob ich Rat brauche, aber wenn ich ihn etwas frage, dann antwortet er mir. Wenn ich Informationen brauche, ist er sehr offen, sehr freundlich. Er hält also nichts zurück, weil er weiß, wie stark er ist."

Für Hadjar ist der Rückstand damit weniger eine Frage mangelnder Unterstützung als eine Frage eigener Konstanz. Er betrachtet die Aussetzer als Teil seines Lernprozesses und nicht als grundsätzliches Problem seines Tempos. "Es ist nicht immer einfach, aber es macht mir nicht wirklich viel aus. Ich bin jung, es ist mein zweites Jahr, jetzt mache ich eben Fehler", sagte er. "Wenn ich ein Auto habe, mit dem ich Weltmeister werden kann, mache ich diese Fehler nicht. Das ist die Idee."

Sein Fokus liegt deshalb vor allem darauf, die kleinen Schwächen abzustellen, die aus einem vielversprechenden Start mehr Punkte machen könnten. Den Maßstab dafür hat er jeden Rennwochenende direkt in der anderen Red-Bull-Garage. "Aber ich konzentriere mich mehr auf meine eigene Leistung. Ich kann mich mit dem Besten im Feld vergleichen. Darauf liegt im Moment mein Fokus."