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Mercedes vor Formel-1-Rekord bei Milliardenumsatz

Mercedes steht kurz davor, als erstes Formel-1-Team überhaupt die Marke von 1 Milliarde US-Dollar Jahresumsatz zu erreichen. Der veröffentlichte Finanzbericht für 2025 weist 633,38 Millionen Pfund Umsatz aus, umgerechnet rund 846 Millionen US-Dollar, und gerade die Struktur hinter diesen Zahlen macht einen Sprung im Geschäftsjahr 2026 realistisch.

Der wichtigste Treiber bleibt das kommerzielle Geschäft. 415,0 Millionen Pfund kamen 2025 aus Sponsoring und Lizenzgeschäften, wobei Mercedes sein Portfolio globaler Partner auf 24 Unternehmen ausgebaut hat. Zu den neuen Namen gehören Adidas, Meta AI und Nasdaq. Dazu kommt für 2026 ein bedeutender Vertrag mit Microsoft, der laut den vorliegenden Angaben auf etwa 60 Millionen US-Dollar pro Jahr geschätzt wird.

Dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr nur leicht von 632,11 auf 633,38 Millionen Pfund stieg, spiegelt nicht die sportliche Entwicklung des Teams direkt wider. In der Formel 1 werden die Preisgelder für die Konstrukteurswertung mit einem Jahr Verzögerung ausgezahlt. In den 2025er Zahlen steckt damit noch der vierte Platz aus der Saison 2024, der die Ausschüttung gedrückt hat.

Genau deshalb ist der nächste Schritt für Mercedes finanziell so wichtig. Das Team wurde 2025 Zweiter der Konstrukteurs-WM, und diese höhere Preisgeldstufe soll sich erst in den Zahlen für 2026 niederschlagen. Sollte Mercedes in der laufenden Saison sogar den Konstrukteurstitel holen, würden die kommerziellen Ausschüttungen weiter steigen und die Milliardenmarke deutlich näher rücken.

Auch die Profitabilität verbesserte sich bereits spürbar. Der operative Gewinn stieg von 156,15 Millionen Pfund auf 166,71 Millionen Pfund. In den Zusammenfassungen wird das unter anderem mit gesunkenen Fahrergehältern nach Lewis Hamiltons Wechsel zu Ferrari in Verbindung gebracht. Gleichzeitig reduzierte der Einsatz des 2025 in der Formel 1 debütierenden Andrea Kimi Antonelli die Belastung auf dieser Seite.

Ganz in der eigenen Hand hat Mercedes den möglichen Rekord aber nicht. Die Einnahmen aus den Rennen im Nahen Osten spielen eine direkte Rolle für die gesamten kommerziellen Rechteerlöse der Formel 1 und damit auch für die Ausschüttungen an die Teams. Nach den Absagen der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien und angesichts der Unsicherheit um Katar und Abu Dhabi könnte der Serie ein Betrag in Höhe von mehreren zehn Millionen Dollar entgehen. Genau dieser externe Faktor kann mitentscheiden, ob Mercedes 2026 tatsächlich als erstes F1-Team die Umsatzschwelle von 1 Milliarde US-Dollar durchbricht.