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Audi schürt Spekulationen um ADUO-Update

Audis 15-Kilometer-Demorun mit dem R26 in Neuburg hat kurz vor dem Österreich-Grand-Prix neue Spekulationen ausgelöst, dass das Team ein erstes ADUO-Motorupdate für seinen 2026er Formel-1-Antrieb überprüft hat.

Der Lauf fand am Mittwoch statt, gefahren wurde der Wagen von Gabriel Bortoleto, die Distanz war auf das reglementarische Maximum von 15 Kilometern begrenzt. Gerade der Zeitpunkt macht den Einsatz auffällig: Mehrere Berichte verknüpfen ihn mit einem möglichen Power-Unit-Update schon in Spielberg, dessen erste Trainingssitzungen laut den vorliegenden Informationen rund neun Tage entfernt sind.

Offiziell hat Audi den Zweck des Einsatzes nicht offengelegt. Genau das lässt Raum für Deutungen, zumal der Run in Neuburg stattfand, also an dem Standort, an dem Audi auch seine Power Unit entwickelt. Ein direkter Zusammenhang mit einem ADUO-Upgrade ist damit nicht bestätigt, die Umstände haben die Vermutung aber sofort angeheizt.

Dass der Fokus auf den Motor fällt, passt zu Bortoletos eigener Einschätzung der aktuellen Schwächen. Gabriel Bortoleto sagte, das Auto sei „sehr gut ausbalanciert“, fügte aber hinzu: „Uns fehlt ganz einfach Leistung.“ Mit Blick auf die Vergleichsdaten erklärte er außerdem: „Wenn man sich die GPS-Daten ansieht, erkennt man den Unterschied sehr deutlich.“

ADUO wurde von der FIA für 2026 eingeführt, damit Motorenhersteller mit Leistungsrückstand unter dem neuen Reglement zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten erhalten. Audi gehört zu den Herstellern, die von diesen Fenstern profitieren können. Genau deshalb wird jeder Hinweis auf einen möglichen Vorab-Check eines neuen Antriebs derzeit besonders genau gelesen.

Der Demorun selbst ist als Testform stark eingeschränkt. In der Formel 1 sind dabei nur 15 Kilometer erlaubt, deutlich weniger als bei Filmtagen, die bis zu 200 Kilometer umfassen können und oft zur Absicherung von Updates oder zur Datensammlung dienen. Wenn Audi also ausgerechnet dieses enge Format nutzt, richtet sich der Blick umso stärker auf die Frage, ob der größte aktuelle Schwachpunkt des Programms noch vor Spielberg erstmals angegangen wird.