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Wolff von Red-Bull-Sprung in Miami überrascht

Toto Wolff sieht den plötzlichen Leistungssprung von Red Bull in Miami als die prägende Entwicklung des Wochenendes. Der Mercedes-Teamchef sagte, das Team aus Milton Keynes habe sich von mehr als einer Sekunde Rückstand auf die Spitze wieder in den Kampf nahe der Front zurückgebracht.

Im Gespräch mit La Gazzetta dello Sport sagte Wolff, Red Bull sei „eine große Überraschung“ gewesen, weil das Team „einen riesigen Schritt nach vorn gemacht“ habe und „von mehr als einer Sekunde hinter dem Führenden wieder ganz vorn dabei war und mit Verstappen kämpfte“. Gerade das Ausmaß dieses Fortschritts fiel ihm auf.

Noch kurz zuvor hatte Red Bull einen schwierigen Saisonstart erlebt. Wolff verwies auf Suzuka, wo Max Verstappen nur Achter wurde, nachdem er hinter Pierre Gaslys Alpine festhing. Isack Hadjar kam dort nur als Zwölfter ins Ziel und blieb ohne Punkte.

In Miami änderte sich das Bild deutlich. Red Bull brachte sieben Updates an den RB22, darunter die teaminterne Interpretation von Ferraris sogenanntem „Macarena“-Heckflügel. Verstappen stellte den Wagen anschließend in die erste Startreihe neben Mercedes-Rookie Kimi Antonelli und wurde sowohl im Sprint als auch im Grand Prix Fünfter.

Red Bulls Technikchef Pierre Waché bestätigte gegenüber Motorsport.com, dass das Paket den erwarteten Effekt hatte. „Ja, es hat geliefert, was wir erwartet haben. Es ist das Paket selbst, das funktioniert hat“, sagte Waché. Dazu kam eine Korrektur an der Lenkung, die laut ihm zusätzliche Performance freisetzte, weil sie Verstappen erlaubte, „das Auto besser auszuloten“.

Auch innerhalb des Teams wurde der Schritt an den Qualifying-Abständen deutlich. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies sagte Medien einschließlich RacingNews365: „Wir haben Japan mit 1,2 Sekunden Rückstand auf die Pole verlassen, China mit 1,0 Sekunden Rückstand auf die Pole.“ In Miami habe Red Bull dann „am Freitag sechs Zehntel auf die Pole“ verloren und am Samstag „weniger als zwei Zehntel“, was für ihn ein klarer Hinweis auf die Größenordnung des Fortschritts war.

Wolff ordnete den Umschwung in den größeren Zusammenhang des noch jungen Reglementzyklus ein. Mercedes habe erwartet, dass McLaren mit einem großen Updatepaket zulegt, „vielleicht sogar um eine halbe Sekunde“, sagte er, doch Red Bulls Sprung sei die eigentliche Überraschung gewesen.

Für die weitere Saison rechnet Wolff deshalb mit einem stark schwankenden Kräfteverhältnis. Mercedes werde ebenfalls Updates nach Kanada bringen, sagte er, und in diesem Jahr sei es „normal, dass sich die Leistungen von Rennen zu Rennen verändern“.