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McLaren setzt Fornaroli für Ungarn-Upgrade-Test ein

Leonardo Fornaroli übernimmt im ersten Freien Training zum Großen Preis von Ungarn Oscar Piastris McLaren MCL40, während das Team am Hungaroring ein wichtiges Upgrade-Paket mit neuem Unterboden, weiteren Aerodynamik-Teilen und einem reinen FP1-Test eines experimentellen Heckflügels bewertet.

Damit ist der Einsatz des 21-jährigen Italieners mehr als nur ein weiterer Rookie-Auftritt. McLaren nutzt die Session, um in Budapest zentrale neue Teile unter Rennwochenend-Bedingungen zu verstehen. Dazu gehört auch eine weiterentwickelte Version des experimentellen Heckflügels, die ursprünglich schon in Österreich getestet werden sollte. Eine vollständige Einführung dieses Flügels ist laut McLaren weder in Ungarn noch beim darauffolgenden Rennen in den Niederlanden geplant.

Für Fornaroli ist es der zweite offizielle Formel-1-Einsatz der Saison 2026 als Reserve- und Entwicklungsfahrer von McLaren. Der amtierende Formel-2-Champion gab sein FP1-Debüt in Barcelona und wurde dort Fünfter. Nun steigt er in Ungarn in Piastris Auto, während McLaren parallel Daten für eines der wichtigsten Technikprogramme vor der Sommerpause sammelt.

Leonardo Fornaroli, McLaren-Reserve- und Entwicklungsfahrer, sagte vor dem Training: „Ich freue mich darauf, den MCL40 an diesem Wochenende im ersten Freien Training am Hungaroring zu fahren.“ Er verwies auch auf die Vorbereitung in Woking: „Ich war in den vergangenen Wochen in Woking sehr beschäftigt, um diese Session sowohl im Simulator als auch im Optimum Nutrition McLaren Performance Hub vorzubereiten.“ Fornaroli ergänzte: „Jede Session ist eine Chance, mehr zu lernen, Selbstvertrauen zu gewinnen und zum Wochenendprogramm des Teams beizutragen.“

Randy Singh, Senior Director of Racing bei McLaren, stellte die technische Bedeutung des Wochenendes heraus. Der Hungaroring verlange „ein High-Downforce-Paket“ und belohne „Vertrauen beim Bremsen, eine starke Kurveneinlenkphase und gute Traktion“. Mit Blick auf die neuen Teile sagte Singh, dass in einer so umkämpften Saison jede Weiterentwicklung wichtig sei und es deshalb wertvoll sei, im Freien Training besser zu verstehen, wie diese Teile funktionieren.

Der Zeitpunkt ist für McLaren besonders relevant. Ungarn ist das letzte Rennen vor der Sommerpause, das Team liegt nach zehn Rennen auf Platz drei der Konstrukteurswertung und bereits 163 Punkte hinter Mercedes. Nach Spa hatte Teamchef Andrea Stella erklärt, dass Upgrades nötig seien, wenn McLaren sich weiter steigern und konstanter um Podien und Siege kämpfen wolle. Genau deshalb hat Fornarolis FP1-Runde in Budapest für McLaren weit mehr Gewicht als ein üblicher Nachwuchs-Einsatz.