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Hamilton dreht Ferrari-Jahr und jagt Antonelli

Lewis Hamilton ist nach seinem vierten Platz in Spa-Francorchamps auf Rang zwei der Formel-1-WM 2026 vorgerückt und hat mit 159 Punkten nach nur zehn Grands Prix bereits seine gesamte Ausbeute aus der schwierigen Saison 2025 übertroffen.

Die Zahl unterstreicht, wie deutlich sich Hamiltons Lage bei Ferrari verändert hat. 2025 kam er in seinem ersten Jahr nach dem Wechsel von Mercedes ohne Grand-Prix-Podium durch die Saison, blieb erstmals in seiner Formel-1-Karriere ohne Sieg und beendete das Jahr mit drei Q1-Aus in Folge. Nun steht er schon nach der ersten Saisonhälfte bei 159 Zählern, also drei mehr als die 156 Punkte aus allen 24 Rennen des Vorjahres.

Zu diesem Umschwung gehören fünf Podestplätze in den ersten zehn Rennen von 2026, darunter sein erster Ferrari-Sieg in Barcelona. Dort schlug Hamilton Mercedes und fügte dem Team die erste Niederlage der Saison zu. Nach Spa liegt er als erster Verfolger 45 Punkte hinter WM-Spitzenreiter Andrea Kimi Antonelli.

Trotz des Aufschwungs reiste Hamilton mit gemischten Gefühlen nach Ungarn, weil er in Belgien eine große Chance vergeben sah. Ein Fehler im dritten freien Training beschädigte seinen Ferrari und zwang das Team vor dem Qualifying zum Wechsel vieler Komponenten. Aus Hamiltons Sicht prägte das den Rest des Wochenendes entscheidend.

Lewis Hamilton, Ferrari-Pilot und siebenmaliger Weltmeister, machte klar, dass ihn das Ergebnis deshalb nur bedingt zufriedenstellte. „Ich denke schon, dass wir optimistisch sein können. Dieses Wochenende in Belgien war für mich etwas unglücklich, genauso wie Silverstone“, sagte er. Zugleich betonte er, dass Ferraris Leistung an der Spitze kein Zufall sei.

Hamilton ist überzeugt, dass mehr drin gewesen wäre. „Wie ich schon gesagt habe, ich denke, wir hatten in Belgien das Tempo, um zu gewinnen. Wenn man alles berücksichtigt, was passiert ist, ist es eine großartige Sache, mit so vielen Punkten nach Hause zu gehen“, sagte er.

Gerade das macht seine Position vor dem Hungaroring interessant. Ferrari hat in Silverstone und Spa bestätigt, dass das Auto regelmäßig um Siege kämpfen kann, doch Hamilton sieht auch die eigene Verantwortung. „Ich kann mir ein Wochenende wie dieses nicht leisten, gerade wenn man bedenkt, was ich am Samstag gemacht habe. Deshalb werde ich für das nächste Wochenende mein Konzentrationsniveau erhöhen“, sagte er.

Damit fährt Hamilton nach Budapest mit einer realen Aufholchance in der WM, aber auch mit dem Druck, Ferraris Fortschritt nun wieder in ein Topresultat umzusetzen, wenn er den Rückstand von 45 Punkten auf Antonelli verkürzen will.