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Verstappen-Wechsel? Montoya warnt vor McLaren

Juan Pablo Montoya hat Max Verstappen auf seinem Podcast MontoyAS vor einem Wechsel zu McLaren gewarnt und gesagt, ein solcher Schritt wäre „wirklich nicht so einfach“, weil der Weltmeister bei Red Bull eine komplett auf ihn zugeschnittene Struktur verlassen würde.

Montoyas Kernpunkt ist dabei nicht nur die Konkurrenzsituation, sondern die Art, wie McLaren intern aufgestellt ist. „Im Moment kann jeder sehen, dass McLaren komplett um Lando herum aufgebaut ist“, sagte Montoya. Verstappen habe bei Red Bull den Vorteil, „dass sich alles um ihn dreht“, und genau diese Ausgangslage würde er in Woking kaum wiederfinden.

Damit richtet sich Montoyas Warnung auch gegen eine der naheliegendsten Erklärungen in den anhaltenden Gerüchten um Verstappen und McLaren: die erwartete Ankunft von Gianpiero Lambiase. Montoya betonte, dass Verstappens langjähriger Renningenieur spätestens 2028 zwar als Chief Racing Officer zu McLaren kommen soll, dort aber gerade nicht dieselbe Rolle übernehmen würde. „Zunächst einmal wird Gianpiero nicht Renningenieur sein. Er wird eine viel höhere Position in der Hierarchie haben“, sagte Montoya. Falls Verstappen zu McLaren gehen sollte, wäre Lambiase also zwar im Team, aber „nicht direkt eins zu eins“ an seiner Seite.

Montoya machte auch deutlich, dass der Wechsel selbst für Lambiase keine einfache Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit wäre. Für ihn sei das „eine komplett neue Welt“ mit „neuen Programmen, neuen Mentalitäten“ und einer „total anderen Art, Dinge anzugehen“. Auch Lambiase müsse das alles erst lernen, und das passiere „nicht von heute auf morgen“.

Nach Montoyas Einschätzung würde die Herausforderung für Verstappen ohnehin über reine Geschwindigkeit hinausgehen. Er traut ihm zwar zu, Norris schlagen zu können, sagte aber auch: „Sobald du dort weggehst, musst du teilen.“ Norris sei „kein einfacher Gegner“, und entscheidender noch: „Das Auto ist nach dem gebaut, was Lando will. Er gibt die Richtung des Autos vor.“

Genau darin sieht Montoya das größte Risiko eines Wechsels. Wenn Verstappen zu McLaren gehe und ihm das Auto nicht liege, stelle sich sofort die nächste Frage: „Wenn Max dorthin geht, ihm das Auto nicht passt und sie die Änderungen, die er will, nicht umsetzen, was wird dann passieren? Deshalb sage ich euch: Das ist wirklich nicht so einfach.“

Die Aussagen fallen in eine Phase neuer Spekulationen über Verstappens Zukunft bei Red Bull und möglicher Verbindungen zu McLaren. McLaren-Racing-CEO Zak Brown hat die Gerüchte zwar heruntergespielt, während Lando Norris und Oscar Piastri langfristige Verträge besitzen. Montoyas Einwand zielt aber auf etwas Grundsätzlicheres: Selbst wenn ein Platz frei würde, wäre McLaren für Verstappen strukturell kein zweites Red Bull, sondern ein Team, dessen sportliche Richtung nach seiner Ansicht bereits von Norris geprägt wird.