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Verstappen warnt vor Red-Bull-Aeroproblem

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Max Verstappen geht nach seinem Dreher in der letzten Kurve auf der finalen Q3-Runde nur von Startplatz sechs in den Großen Preis von Ungarn, und machte danach vor allem ein sich verschärfendes Aeroproblem am Red Bull RB22 für das Ergebnis verantwortlich.

Der Weltmeister sagte, sein Auto habe sich im Verlauf des Qualifyings nicht verbessert, sondern abgebaut. „Das Wochenende war generell schwierig, aber wenn statt der Reifen dein Auto abbaut, dann hast du ein großes Problem“, sagte Verstappen. Über die 18 Runden, die er im Qualifying absolvierte, sei der RB22 „Runde für Runde schlechter und schlechter“ geworden, weshalb es immer schwieriger geworden sei, überhaupt eine saubere Runde zusammenzubringen.

Direkt nach dem Dreher am Funk wurde Verstappen noch deutlicher. Er sagte, das Auto sei „aerodynamisch komplett kaputt“ und werde „immer schlimmer und schlimmer“. Später fügte er hinzu, die Verschlechterung im Qualifying sei „massiv“ gewesen und der Wagen dadurch „komplett unfahrbar“ geworden.

Seine Beschreibung des Fehlers passte zum Abflug in Kurve 14. Beim Einlenken sei das Heck praktisch „nicht existent“ gewesen, sagte Verstappen, zudem habe der RB22 immer mehr Übersteuern entwickelt. Nach seinen Angaben konnte Red Bull schon während des Qualifyings in den Daten einen Aero-Verlust erkennen und sehen, dass sich die Aerodynamik weiter verschlechterte. Weil sich das Problem erst im Lauf der Session aufbaute, habe er das Auto am Ende nicht mehr in ein vernünftiges Balancefenster bringen können.

Gerade das macht die Lage für Red Bull aus seiner Sicht so schwierig. Verstappen sagte, es trete „immer etwas anderes“ auf, was die Ursachenforschung erschwere, selbst wenn sich der generelle Trend bekannt anfühle. Er habe diese Art von Verhalten schon zuvor gespürt, könne aber nicht klar sagen, woher es diesmal genau komme. Als die Ingenieure ihm während des Qualifyings meldeten, dass in den Daten etwas nicht stimme, sei es bereits zu spät gewesen, um etwa über den Frontflügel noch sinnvoll gegenzusteuern.

Der Vorfall in Budapest war bereits das dritte Mal in den letzten vier Rennwochenenden, dass Verstappen in einer entscheidenden Session einen Dreher oder Unfall hatte, nach dem Q3-Crash am Red Bull Ring und dem Dreher in der Schlussphase des Großbritannien-Grand-Prix. Verstappen vermied zwar ein vorschnelles Urteil über die konkrete Ursache in Ungarn, ordnete den Vorfall aber in eine wiederkehrende Reihe von aero-bedingter Instabilität ein.

Für Red Bull verschärft das einen schwachen Samstag zusätzlich. Während Verstappen nur Sechster wurde, startet Teamkollege Isack Hadjar von Rang acht. Verstappen sagte, es sei an diesem Wochenende „im Grunde unmöglich“ gewesen, den RB22 in ein brauchbares Arbeitsfenster zu bekommen, und bezeichnete das Qualifying als „komplett hoffnungslos“. Vor dem Rennen bleibt für Red Bull damit vor allem eine Aufgabe: ein Auto fahrbar zu machen, das sein Spitzenfahrer in Q3 nicht mehr kontrollieren konnte.

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