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Steiner setzt Vowles bei Williams unter Druck

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Guenther Steiner hat James Vowles offen infrage gestellt und gewarnt, dass es bei Williams zu Veränderungen kommen müsse, wenn sich der Formtief des Teams bis zum Ende der Saison oder spätestens in den ersten fünf bis sechs Rennen des kommenden Jahres nicht bessert.

Im Podcast The Red Flags fiel das Urteil des früheren Haas-Teamchefs deutlich aus. „So sehr ich auch denke, dass er keinen guten Job macht, ich denke, man muss ihm zumindest Zeit geben, all seine E-Mails zu lesen“, sagte Steiner. Mit beißender Ironie schob er nach, Williams solle „bis zum Ende des Jahres eine Lösung finden“ und: „Wenn er bis zum Ende des Jahres nicht bei all den E-Mails angekommen ist, dann entlasst ihn.“

Damit zielte Steiner direkt auf ein Williams-Team, das den Start in die neue Formel-1-Regelära 2026 verpatzt hat. Der Rennstall verpasste die erste Testwoche, brachte ein übergewichtiges und zu langsames Auto an den Start und hat trotz Gewichtsreduktion sportlich kaum Fortschritte gemacht. Vor der Sommerpause liegt Williams mit nur 11 Punkten auf Rang neun der Konstrukteurswertung.

Gerade deshalb wiegt der Rückschritt für Steiner besonders schwer. Noch 2025 hatte Williams eine aus seiner Sicht „enorm erfolgreiche“ Saison erlebt, in der Carlos Sainz zwei Podestplätze holte und dem Team Rang fünf in der Konstrukteurswertung sicherte. Zu Beginn von 2026 habe Williams noch vermittelt: „Wir kommen zurück, wir wissen genau, was zu tun ist.“ Steiners Fazit fiel umso härter aus: „Sie gehen im Moment rückwärts statt vorwärts. Der ganze Fortschritt geht in die falsche Richtung.“

Auf die Frage, wie lange Vowles noch Zeit bekommen sollte, zog Steiner eine klare Grenze. „Wenn es so weitergeht wie im Moment, wird es nach fünf oder sechs Rennen [im nächsten Jahr] Veränderungen geben“, sagte er. „Du hattest genug Zeit, deine E-Mails zu lesen und die Dinge zu verbessern. Und wenn du das nicht geschafft hast, bist du raus.“

Der Druck wächst auch deshalb, weil Steiner nicht erwartet, dass Williams 2026 noch viele Punkte nachlegt. Er traut sogar Aston Martin, obwohl das Team mit einem Punkt Zehnter ist, zu, Williams’ Ausbeute von 11 Punkten bis zum Saisonende noch zu überholen. Für Vowles würde das die Bilanz eines Jahres verschärfen, in dem Williams nicht nur den Anschluss verloren hat, sondern nach Steiners Lesart sogar den eigenen Fortschritt aus 2025 verspielt.

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