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Leclerc rätselt über Ferraris SF-26-Trend

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Charles Leclerc hat nach Ferraris enttäuschendem Auftritt in Ungarn eingeräumt, dass die Scuderia dringend verstehen muss, warum der SF-26 ausgerechnet auf Strecken stark ist, auf denen man Probleme erwartet, und dann auf vermeintlich passenden Kursen zurückfällt.

Ferrari beendete den Grand Prix auf dem Hungaroring nur auf den Plätzen vier und fünf, obwohl das Wochenende auf dem Papier deutlich mehr versprochen hatte. Leclerc sprach danach von einem "enttäuschenden Wochenende" und machte vor allem das Muster der vergangenen drei Rennen zum Thema. "Von den letzten drei Rennen gab es zwei, bei denen wir erwartet hatten, Schwierigkeiten zu haben, und wir wurden Erster und Zweiter. Und bei dem Rennen, bei dem wir erwartet hatten, gut zu sein, wurden wir Vierter und Fünfter", sagte der Ferrari-Pilot im Gespräch mit Medien, darunter RacingNews365 und Sky Sport.

Für Leclerc ist das kein Ausreißer auf einer Seite der Garage. "Beide Autos scheinen diese Tendenz zu haben", sagte er, und genau das mache die Sache so schwer einzuordnen. Ferrari war in Silverstone und Spa stärker als erwartet, obwohl das Team dort eher mit Nachteilen gerechnet hatte. In Budapest dagegen blieb die Leistung aus, obwohl der Hungaroring nach Ferraris Einschätzung besser zum SF-26 passen sollte.

Dass die Enttäuschung so groß ausfiel, lag auch an den Erwartungen innerhalb des Teams. Ferrari hatte am Freitag noch die ersten beiden Plätze belegt, und Teamchef Frédéric Vasseur sagte nach dem Rennen: "Wenn du am Freitag Erster und Zweiter bist, erwartest du sehr viel mehr." Leclerc erklärte zugleich, dass Ferrari vor dem Wochenende zwar mit einer starken Mercedes und einer starken McLaren gerechnet habe, den Kurs aber dennoch als günstiger für das eigene Auto eingeschätzt hatte.

Im Rennen verschärfte der Start die Probleme. Leclerc und Lewis Hamilton verloren in Budapest beide Positionen, und auf einer Strecke mit wenigen Überholmöglichkeiten war das ein sofortiger Rückschlag. Leclerc sagte, Ferrari habe "den Preis für die Starts bezahlt", betonte aber auch, dass das nicht die ganze Erklärung sei. "Mit einem guten Start hätten die Dinge sehr anders aussehen können, weil es auf einer Strecke wie dieser nicht viele Überholmöglichkeiten gibt", sagte er. Gleichzeitig räumte er ein: "Wir waren zu keinem Zeitpunkt des Rennens besonders stark."

Gerade diese Widersprüche beschäftigen ihn. Leclerc beschrieb Ferraris Formkurve als von "zu vielen Aufs und Abs" geprägt. Der erste Stint sei "nicht schlecht" gewesen, der letzte auf dem weichen Reifen "ziemlich gut", doch ein klares, konstantes Leistungsbild habe gefehlt. Hinzu komme, dass einzelne Phasen des Rennens bei ihm und Hamilton unterschiedlich verliefen. "Es ist alles ein bisschen seltsam, weil es offenbar überhaupt keine Korrelation gibt", sagte er.

Damit wird die Ursachenforschung für Ferrari vor der Fortsetzung der Saison zu einem zentralen Thema. Leclerc sprach von "Fragezeichen" und machte deutlich, dass die Scuderia verstehen müsse, warum die Erwartungen aus den Vorhersagen und das tatsächliche Verhalten des SF-26 so oft auseinandergehen. Solange Ferrari diese fehlende Konstanz und Korrelation nicht in den Griff bekommt, bleibt selbst auf Strecken, die dem Auto eigentlich liegen sollten, der Kampf um Siege unsicher.

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