Lance Stroll macht für seine drei separaten Track-Limits-Strafen in Silverstone nicht in erster Linie einen Fahrfehler verantwortlich, sondern einen grundsätzlichen Mangel des Aston Martin AMR26: Nach Platz 19 beim Grand Prix von Großbritannien sagte er, das Auto sei aerodynamisch so stark beeinträchtigt gewesen, dass es schwer gewesen sei, überhaupt innerhalb der Streckenbegrenzungen zu bleiben.
Stroll war nach 52 Runden als 19. und letzter klassierter Fahrer ins Ziel gekommen. Dabei sammelte er insgesamt sechs Verstöße gegen die Track Limits. Nach dem Reglement werden zunächst drei Verstöße toleriert, jeder weitere zieht eine Fünf-Sekunden-Strafe nach sich. Zwischen Runde 33 und Runde 42 überschritt Stroll die Streckenbegrenzungen noch dreimal und erhielt dadurch insgesamt drei separate Fünf-Sekunden-Strafen.
Lance Stroll, Aston-Martin-Pilot, sagte nach dem Rennen gegenüber PlanetF1.com und weiteren Medien: „Vielleicht, schätze ich. Wir hatten im Rennen viel Untersteuern und das Auto ist sehr kaputt, deshalb ist es sogar schwer, innerhalb der Track Limits zu bleiben.“ Er ergänzte: „Das Verhalten war in jeder Runde, in jeder Kurve anders. Einfach ein schwieriges Rennen.“
Als er gefragt wurde, ob er damit einen physischen Schaden am Auto meine, präzisierte Stroll seine Aussage. „Nein, nur aerodynamisch sehr kaputt“, sagte er. Damit stellte er die Strafen von Silverstone als Symptom eines tieferliegenden Performance-Problems dar und nicht als isolierten Fehler in einem einzelnen Rennen.
Die Bilder aus seinem Onboard unterstrichen diese Beschreibung. Dort waren auffallend große Lenkwinkel in schnellen Passagen wie Copse sowie im Abschnitt Maggotts-Becketts zu sehen, was zu seiner Darstellung eines schwer berechenbaren und untersteuernden Autos passte.
Für Aston Martin bekommt die Aussage auch mit Blick auf das nächste große Entwicklungsfenster Gewicht. Das Team bringt beim Großen Preis von Ungarn später in diesem Monat eine umfassend überarbeitete B-Spec-Version des AMR26. Adrian Newey sagte in der vergangenen Woche, er erwarte einen „großen Schritt“ durch das Paket. Vorgesehen sind unter anderem Gewichtsreduzierungen an Chassis und Getriebe-Architektur sowie Änderungen an der Hinterradaufhängung, der Nase und den aerodynamischen Flächen. Nach der Sommerpause soll beim Großen Preis der Niederlande zudem ein Update der Honda-Antriebseinheit folgen.
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