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Sainz: F1-Qualifying weiter nicht gut genug

Carlos Sainz hält die Formel 1 trotz der Regelanpassungen vor dem Grand Prix von Miami noch für deutlich von einer Lösung ihrer Qualifying-Probleme 2026 entfernt und nennt den aktuellen Zustand weiterhin „nicht gut genug für die F1“.

Der Williams-Pilot sagte vor dem Miami-Wochenende, dass „für das Qualifying noch ein ziemlicher Weg vor uns liegt“ und kündigte an, das Thema weiter anzusprechen. „Ich werde es nicht mehr kritisieren. Ich werde einfach versuchen, proaktiv zu sein und weiter darauf zu bestehen, dass das nicht gut genug für die Formel 1 ist“, sagte er. Zugleich räumte Sainz ein, dass „zumindest das Racing ein bisschen besser“ gewirkt habe.

Hintergrund der Debatte sind die Beschwerden aus den ersten Saisonrennen über das Bild in den Qualifyings. Fahrer fuhren auf den Geraden langsamer, schalteten herunter und sparten Energie in schnellen Kurven, statt durchgehend am Limit zu fahren. Das sorgte auch bei den Fans für Kritik am sportlichen Eindruck auf der Strecke.

Die FIA reagierte vor Miami mit mehreren Anpassungen am Reglement. Der Kurs in Florida galt allerdings als schwieriger Maßstab, weil er energieseitig günstiger ist als die zuvor besuchten Strecken. Trotzdem war die Stimmung im Fahrerlager, dass die Serie zumindest einen Schritt in die richtige Richtung gemacht habe.

Sainz lobte dabei nicht nur die Änderungen mit Blick auf das Fahren selbst, sondern auch das Vorgehen des Verbands am Wochenende. Er sagte, er sei „glücklich über die Schritte, die sie unternommen haben, um das Rennen vorzuziehen“, und fügte hinzu: „Der FIA kann man an diesem Wochenende keinen Vorwurf machen, weil sie auf die Bedenken bei nasser Strecke und rund um die Intermediates gehört hat.“

Damit hat sich der Ton in der Debatte nach Sainz’ Eindruck verändert. Nach Wochen, in denen Fahrer und FIA bei dem Thema gegeneinander standen, sieht er nun mehr Einigkeit über die Richtung. „Ich denke, sie haben einen brillanten Job gemacht, und jetzt scheint jeder in die gleiche Richtung zu arbeiten“, sagte Sainz. Aus seiner Sicht ist das Problem aber noch nicht gelöst, weil die Formel 1 „ein paar PU-Hersteller überzeugen“ müsse, „dass das nicht die Antwort ist, die die F1 im Qualifying haben sollte“, und weiter nachbessern müsse.