George Russell fiel beim Großen Preis von Ungarn durch ein Anti-Stall-Problem an seinem Mercedes beim Start von Platz sechs ans Ende des Feldes zurück, kämpfte sich noch auf Rang sieben nach vorn, und Teamchef Toto Wolff machte danach klar, dass die Ursache aus seiner Sicht nicht beim Fahrer lag.
Russell sackte in Budapest bis auf Platz 21 und damit ans Ende des Feldes ab. Direkt nach dem Start lag nur Sergio Perez hinter ihm, der aus der Boxengasse losgefahren war. Mit einer starken Aufholjagd rettete Russell noch sechs Punkte, doch aus einer aussichtsreichen Ausgangslage wurde so erneut Schadensbegrenzung.
Toto Wolff, Mercedes-Teamchef, sprach danach offen über seinen Ärger. „Es scheint, dass George schon wieder ein Problem hatte“, sagte er. „Es sieht so aus, als hätte er etwa zehn Prozent Gas gegeben, und das Ding drehte sofort bis ans Maximum hoch. Er ging vom Gas, und dann boggte es herunter.“ Wolff fügte an: „Ich bin wirklich nicht glücklich über die Fehler, die passieren.“
Russell schilderte den Defekt ähnlich und sagte, das Problem habe schon vor dem Erlöschen der Startampel begonnen. „Ich war am Gas und hielt die Drehzahl, und dann begann der Motor plötzlich, etwa vier Sekunden bevor die Lichter ausgingen, in alle Richtungen hochzudrehen“, sagte er. „Ich habe mit dem Gaspedal reagiert, aber es hat gar nichts bewirkt. Der Motor hat also nicht auf das Gaspedal reagiert.“
Für Russell passt der Vorfall in ein Muster, das seine Saison 2026 immer wieder ausbremst. Bereits in Kanada war er nach einem Motorschaden ausgefallen, dazu kamen Probleme mit der Topspeed in Silverstone und Spa. Entsprechend deutlich fiel auch seine Bilanz aus. Er sagte, er sei inzwischen „über den Punkt der Enttäuschung hinaus“, weil er sonst „jeden Tag der Woche enttäuscht“ wäre. Stattdessen versuche er, das Positive mitzunehmen, vor allem die Rennpace: Das Team habe ihm gesagt, dass sie „so stark war wie die von jedem anderen“ im Feld.
Wolff lobte Russell trotz des verpatzten Starts ausdrücklich für die Reaktion im Rennen. Nach dem Rückfall habe er sich „sehr gut“ durch den Verkehr gearbeitet und „die maximalen Punkte“ geholt, die unter diesen Umständen noch möglich gewesen seien.
Gerade deshalb fällt der Schaden in der WM umso mehr ins Gewicht. Während Russell nur Siebter wurde, holte Kimi Antonelli für Mercedes mit Platz drei ein weiteres starkes Ergebnis. Russell geht damit mit 59 Punkten Rückstand auf seinen Teamkollegen in die Sommerpause, ein Rückstand, der die Kosten dieser wiederkehrenden technischen Rückschläge im Titelkampf immer deutlicher macht.
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