Red Bull reist nach dem ersten Podium der Saison 2026 in Montreal mit neuem Rückenwind nach Monaco, wertet das Ergebnis aber vor allem als Beleg dafür, dass die jüngsten Fortschritte am Auto und an der eigenen, von Ford unterstützten Power Unit erstmals sichtbar Früchte tragen.
Für das Team war das Kanada-Ergebnis mehr als nur ein Podestplatz. Ben Hodgkinson, Technischer Direktor von Red Bull Powertrains, sprach vom ersten Podium mit der eigenen Antriebseinheit und nannte es „definitiv etwas, das es wert ist, gefeiert zu werden“, auch mit Blick darauf, „was in so kurzer Zeit erreicht wurde“.
Max Verstappen sieht die Formkurve ebenfalls nach oben zeigen. Vor dem Monaco-Wochenende sagte der Red-Bull-Pilot, das Team habe in Miami „positive Schritte nach vorn“ gemacht und das Tempo liege „viel näher an dem, was wir brauchen“. Man habe „eine bessere Leistung aus dem Auto herausholen“ können, sagte er, und er selbst habe sich „wohler“ gefühlt. Gleichzeitig stellte er klar, dass Red Bull den Druck hochhält, „weil es immer Dinge gibt, die wir verbessern und an denen wir arbeiten können“.
Gerade in Monaco wird sich schnell zeigen, wie belastbar dieser Fortschritt ist. Verstappen betonte, das Rennen hänge dort „immer von einer guten Strategie ab“ und wie so oft im Fürstentum werde es „entscheidend sein, das bestmögliche Ergebnis im Qualifying zu holen“.
Der Optimismus im Team bleibt deshalb vorsichtig. Hodgkinson erinnerte daran, dass „noch ein langer Weg vor uns“ liege und der Rückstand auf die Spitze „signifikant“ sei. Zugleich wertete er es als starkes Signal, dass Red Bull Ford Powertrains als Neuling bereits mit „einigen der größten Namen der Automobilindustrie und des Motorsports“ an der Spitze des Feldes konkurriere. Das Team lerne schnell, baue seine Fähigkeiten aus und arbeite in den richtigen Bereichen, sagte er.
Dass Monaco für Red Bull ein vertrauter Erfolgsort ist, verstärkt die Bedeutung des Wochenendes. Das Team hat im Fürstentum sieben Siege eingefahren, darunter zwei Serien von jeweils drei Erfolgen in Folge: mit Mark Webber und Sebastian Vettel von 2010 bis 2012 sowie mit Max Verstappen und Sergio Perez von 2021 bis 2023.
Gerade deshalb bekommt der Auftritt in Monaco nun eine doppelte Bedeutung: Red Bull kann dort nicht nur auf starke Vergangenheit verweisen, sondern muss zeigen, ob das erste Podium des Jahres tatsächlich der Beginn einer echten Annäherung an die Spitze war.
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