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Red Bull RB17 feiert Goodwood-Premiere mit Newey

Der Red Bull RB17 wird beim Goodwood Festival of Speed 2026 erstmals öffentlich bewegt und rückt damit vom 9. bis 12. Juli auf dem 1,16 Meilen langen Hillclimb in den Mittelpunkt. Für Red Bull ist das mehr als ein Showcar-Auftritt: Der RB17 ist das erste eigene Projekt außerhalb der Formel 1 und zugleich Adrian Neweys letztes Design für das Unternehmen.

Red Bull hat angekündigt, dass der RB17 in Goodwood mehrere Showruns absolvieren und auch den berühmten Anstieg fahren wird. Als Fahrer sind Isack Hadjar, Reservefahrer Yuki Tsunoda und F1-Academy-Pilotin Alisha Palmowski genannt. Auch Newey selbst soll sein finales Red-Bull-Projekt bei dessen öffentlichem Debüt fahren.

Dass ausgerechnet Goodwood zur Premiere wird, unterstreicht die Bedeutung des Autos für das Unternehmen. Der RB17 entstand nicht als Straßensportwagen, sondern als nahezu reglementfreies Trackday-Auto mit zwei Sitzen, Dach und den nötigen Sicherheitsmerkmalen. Die Entwicklung begann 2022 unter Neweys Leitung, nachdem der Budgetdeckel in der Formel 1 ab 2021 Ressourcen freigemacht hatte, die bei Red Bull Advanced Technologies eingesetzt werden konnten.

Aus dem zunächst günstigen Zeitfenster wurde allerdings ein langes und kompliziertes Projekt. Der RB17 zog sich über Jahre hin, während Newey in dieser Zeit das Formel-1-Team verließ und zu Aston Martin wechselte. Laut den vorliegenden Informationen wurde deshalb eine separate Vereinbarung getroffen, damit er den RB17 trotzdem bis zum Projektende begleitet.

Rob Gray, Technikdirektor von Red Bull Advanced Technologies, beschrieb den Anspruch des Projekts so: „Wir begannen mit dem Ziel, ein Trackday-Auto mit Performance auf Formel-1-Niveau zu schaffen, was zahllose Herausforderungen beim Design, Ingenieurswesen, beim Testen und bei der Herstellung mit sich brachte.“ Gray ergänzte, die Entwicklung vom Konzept bis zum fertigen Produkt habe „über fünf Jahre“ gedauert.

Der RB17 ist bereits in Tests gelaufen und wird als auf 50 Exemplare limitierter Hypercar beschrieben. Angetrieben wird er von einem frei saugenden V10-Motor von Cosworth. Newey hatte das Auto in den vergangenen Jahren international präsentiert, nun folgt in Goodwood der Schritt, der für ein Projekt dieser Art am meisten zählt: der erste öffentliche Auftritt vor einem motorsportkundigen Publikum.

Für Red Bull ist diese Premiere auch deshalb wichtig, weil der RB17 den Übergang von einer ambitionierten Idee zu einem fertigen Produkt markiert. Nach Jahren der Entwicklung und trotz Neweys Abschied aus dem Formel-1-Team bekommt sein letztes Red-Bull-Design nun den Moment, an dem es sich nicht mehr nur in Präsentationen und Tests beweisen muss, sondern auf der bekanntesten Bühne des Festivals sichtbar wird.