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Mercedes stoppt Antonellis Nordschleife-Plan

Mercedes hat die Spekulationen um einen möglichen Nordschleife-Einsatz von Kimi Antonelli beendet: Der 19-Jährige erhält in diesem Jahr keine Freigabe für den DMSB-Permit Nordschleife.

Vor dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring machte Mercedes-Vize-Teamchef Bradley Lord die Haltung des Teams bei Nitro unmissverständlich klar. Auf die Frage, ob Antonelli den DPN noch 2025 absolvieren dürfe, antwortete er knapp: „Nein“.

Damit reagierte Mercedes auf Gerüchte, die durch ein kurzes Video des Italieners neuen Schub bekommen hatten. Darin sprach Antonelli über einen „Nordschleifen-Führerschein“ und sagte, er wolle das „am Ende des Jahres“ machen. Lord stellte jedoch klar, dass daraus kein konkreter Plan für diese Saison geworden ist. „Ich habe mit ihm drüber gesprochen. Ich glaube, er hat es mehr als Scherz gemeint“, sagte der Mercedes-Manager.

Die Deutlichkeit der Absage ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Nordschleife für aktuelle Formel-1-Fahrer zuletzt wieder stärker ins Blickfeld geraten ist. Max Verstappen hat bereits mehrere Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife bestritten und trat in diesem Jahr erstmals beim 24-Stunden-Rennen an. Sein Team lag dort lange in Führung, ehe ein Problem am Auto beziehungsweise ein Defekt an der Antriebswelle die Siegchancen zunichtemachte.

Genau an diesem Vergleich machte Lord auch den Unterschied fest. Mit einem Grinsen sagte er, Antonelli könne es „vielleicht nach vier Weltmeisterschaften [...] auch mal probieren“. Der Seitenhieb war eine klare Anspielung auf Verstappen, dem Lord „vielleicht ein bisschen mehr Bandbreite mit seiner Erfahrung“ zuschrieb als dem erst 19 Jahre alten Mercedes-Fahrer.

Für Mercedes ist die Priorität damit eindeutig gesetzt. Statt eines Ausflugs auf die Nordschleife soll Antonelli seine „volle Konzentration“ auf die Formel 1 richten. Aus sportlicher Sicht passt diese Linie zur aktuellen Lage: Antonelli führt die Fahrer-WM nach drei Grand-Prix-Siegen in Serie an und liegt nach den ersten vier Saisonrennen 20 Punkte vor seinem Teamkollegen George Russell.

Gerade deshalb will Mercedes offenbar kein Nebenthema aufmachen. Ein Nordschleifen-Programm mag für einen jungen Fahrer reizvoll sein, doch in Antonellis aktueller Situation überwiegt für das Team der Wert eines klaren Fokus. Mitten in einem starken Saisonstart und an der Spitze der Weltmeisterschaft ist jede zusätzliche Rennplattform für ihn vorerst nachrangig.