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Mercedes bringt Batterie-Fix, Norris droht Strafe

Mercedes reagiert beim Grand Prix von Österreich mit einem neuen ERS- und Batteriepaket auf seine größte Zuverlässigkeitsschwäche der Saison, doch ausgerechnet bei McLaren kann Lando Norris das Update wohl nicht ohne Startplatzstrafe nutzen.

Der neue Stand soll die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit verbessern, nachdem batteriebedingte Defekte George Russell in Montreal einen möglichen Sieg und Kimi Antonelli in Barcelona wohl Platz zwei gekostet haben. Antonelli bestätigte am Donnerstag in Spielberg das Update und machte die Stoßrichtung klar: „Dieses Wochenende haben wir ein neueres Spec mit Updates, um die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit des Pakets zu verbessern.“ Es gehe „nicht wirklich um Performance“, sondern darum, „sicherzustellen, dass diese Probleme nicht noch einmal passieren“.

Dass Mercedes den Fix erst jetzt bringt, hängt auch mit der Fehlersuche zusammen. Russells ausgefallene Batterie aus Montreal war laut Bericht zunächst noch per Seefracht über den Atlantik unterwegs, sodass eine vollständige Analyse nicht sofort möglich war.

Die Dringlichkeit ist entsprechend groß. Laut Bericht hat Mercedes in dieser Saison als Werksteam und Motorenlieferant mehr Punkte durch Zuverlässigkeitsprobleme verloren als jedes andere Team oder jeder andere Hersteller. Betroffen war nicht nur das Werksteam. Auch die Kundenteams, besonders McLaren, haben bereits mehrfach Punkte durch Probleme mit Mercedes-Hardware verloren.

Gerade dort zeigt sich aber das Dilemma des Updates. Nach Informationen von The Race wird bei McLaren nur Oscar Piastris MCL40 mit der neuen Batteriespezifikation ausgerüstet. Norris fährt bereits mit seiner dritten und letzten zulässigen Batterie. Ein Wechsel auf die neue Version würde ihn sofort über das Saisonlimit bringen und eine Gridstrafe auslösen.

Mercedes kann die neue Spezifikation damit nicht flächendeckend bei allen betroffenen Autos einsetzen, obwohl der Bedarf offensichtlich ist. Alpine soll das Update dagegen auf beiden Autos von Pierre Gasly und Franco Colapinto verwenden.

Für Mercedes ist das mehr als ein technisches Detail. Der Hersteller versucht in Spielberg, einen Schwachpunkt zu stoppen, der bereits große Resultate gekostet hat und nun auch beeinflusst, wie flexibel seine Kundenteams im weiteren Saisonverlauf auf das Problem reagieren können.