McLaren ist mit einem doppelten Rückschlag in sein 1000. Formel-1-Wochenende gestartet: Lando Norris fiel im zweiten Training in Monaco mit einem elektrischen Problem aus, während Oscar Piastri als Siebter einräumte, dass dem Team rund eine Sekunde auf die Spitze fehlt.
Norris kam in FP2 nach nur acht Runden an der Nouvelle Chicane zum Stillstand, weil sich sein MCL40 abschaltete. Piastri war damit über weite Teile der Session McLarens einziger Fahrer auf der Strecke, absolvierte 27 Runden und beendete das Training auf Rang sieben, etwa eine Sekunde hinter der Bestzeit.
Piastri sagte danach, McLarens Hauptproblem sei nicht der einzelne Zwischenfall, sondern das grundsätzliche Tempo. „Heute war für das Team sicherlich ein schwieriger Tag. Wir sind nicht dort, wo wir sein wollen, und der Abstand nach vorn ist größer, als wir gehofft hatten“, sagte Oscar Piastri, McLaren-Pilot, nach dem Training. Zwischen den beiden Sessions habe das Team zwar Fortschritte gemacht, „aber wir sind immer noch eine Sekunde weg vom Tempo“. An anderer Stelle beschrieb er den Schritt als Verbesserung „von anderthalb Sekunden Rückstand auf eine Sekunde“ und räumte ein: „Im Moment habe ich keine wirklich guten Ideen.“
Auch Norris machte deutlich, dass der Ausfall in Monaco besonders schmerzt. „Schwieriger Tag. Wir sind klar nicht auf Pace und müssen über die ganze Runde Zeit finden“, sagte Norris. „Es ist frustrierend, heute Streckenzeit zu verlieren, denn das ist hier in Monaco immer wichtig. Das Auto ist einfach ausgegangen, also müssen wir untersuchen, was da passiert ist.“ Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Wochenendes klang er wenig optimistisch. Realistisch werde es schwer, „an der Spitze des Feldes mitzuhalten“, weil McLaren im Vergleich zur Konkurrenz derzeit zu weit zurückliege.
Technikchef Rob Marshall sagte, McLaren habe die genaue Ursache des Problems an Norris' Auto am Freitagabend noch nicht bestimmen können, es aber als elektrischen Defekt eingegrenzt. Gleichzeitig sieht das Team auch bei der Performance ein klares Muster. McLaren habe „im ersten Teil der Runde“ Probleme gehabt, sei in den Sektoren zwei und drei aber konkurrenzfähiger geworden. Als mögliche Erklärung nannte Marshall unter anderem die Reifentemperatur.
Damit geht McLaren mit erheblichem Arbeitsdruck in die Nacht auf Samstag. In Monaco ist das Qualifying traditionell entscheidend, doch nach dem Freitag wirkte das Team nur wie die vierte Kraft hinter Ferrari, Red Bull und Mercedes. Die Aufgabe besteht nun weniger darin, das Auto komplett umzubauen, sondern über Datenanalyse und Setup noch genug Zeit zu finden, um den Rückstand zumindest zu verkleinern.
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