Lewis Hamilton hat mit Halo einen neuen Golden-Retriever-Welpen aufgenommen und damit wenige Monate nach dem Tod seines langjährigen Begleiters Roscoe ein neues persönliches Kapitel begonnen. Für den siebenmaligen Weltmeister ist es der erste Hund seit Roscoes Tod an einer Lungenentzündung im September des Vorjahres, als der englische Bulldoggenrüde 13 Jahre alt war.
Halo stammt vom US-Züchter Goldiva Goldens und wurde in dieser Woche nach Los Angeles gebracht, um dort in Hamiltons Zuhause einzuziehen. Der Wechsel markiert nicht nur einen Neuanfang nach einem schweren Verlust, sondern auch eine sichtbare Veränderung bei der Wahl der Rasse: Nach Jahren mit englischen Bulldoggen hat sich der Ferrari-Pilot diesmal für einen Golden Retriever entschieden.
Wie eng Hunde zu Hamiltons Leben gehören, war im Formel-1-Paddock über Jahre kaum zu übersehen. Roscoe wurde weit über Hamiltons privates Umfeld hinaus bekannt, weil er regelmäßig an Rennwochenenden auftauchte, einen eigenen Instagram-Auftritt hatte und mit Paddock-Pass sowie Besuchen in den Teamgaragen fast selbst zur festen Figur in der Szene wurde. Er war nicht nur Haustier, sondern Teil des öffentlichen Alltags des Briten.
Roscoes Tod war für Hamilton deshalb mehr als der Verlust eines Tieres, das ihn auf Reisen begleitet hatte. Schon zuvor hatte er mit Coco eine wichtige Hündin verloren, die er zusammen mit seinem Bruder adoptiert hatte. Über ihren Tod hatte Hamilton gesagt, dieser sei „besonders schwer zu akzeptieren“ gewesen, und sie sei „viel mehr als nur ein Haustier“ gewesen. Diese Vorgeschichte erklärt, warum die Ankunft von Halo nicht wie eine beiläufige Nachricht wirkt, sondern wie ein weiterer Hinweis darauf, welchen Platz Tiere in Hamiltons Leben außerhalb des Cockpits einnehmen.
Auffällig ist auch, dass Hamilton bei Halos Betreuung auf Vertrautheit setzt. Wie schon bei Roscoe und Coco arbeitet er erneut mit der in Los Angeles ansässigen Tiertrainerin Kirstin McMillian zusammen. Damit bleibt eine Konstante erhalten, die zeigt, dass es Hamilton nicht nur um einen neuen Begleiter geht, sondern auch um eine möglichst stabile Eingewöhnung.
Goldiva Goldens schrieb dazu auf Instagram: „Wir freuen uns, Ms Halo nach Los Angeles zu Formel-1-Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton zu fliegen. Hundetrainerin Kirstin McMillian, die aus einer Tiertrainer-Familie in dritter Generation stammt, ist gestern nach Maine geflogen.“ Dass McMillian Halo noch vor der Reise nach Kalifornien persönlich traf, unterstreicht den Aufwand, der in diesen Wechsel investiert wurde.
Für Hamilton ist Halo damit mehr als nur der nächste Hund in seinem Haushalt. Nach zwei Verlusten in den vergangenen Jahren steht der Welpe für Kontinuität in einem sehr persönlichen Bereich seines Lebens, der ihn seit langem begleitet und auch neben seiner Ferrari-Karriere sichtbar ein wichtiger Teil seiner Identität bleibt.
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