Lando Norris sagt, er musste in Suzukas 130R rund 60 km/h wegnehmen, nur um das Batteriedeployment zu steuern. Der McLaren‑Fahrer und amtierende Weltmeister warnt, dass die 2026er Regeln mit ihrem komplexen Energiemanagement extreme Tempodifferenzen erzeugen, besonders im Qualifying auf dem Suzuka Circuit.
„Wir wollen einfach mit maximalem Tempo fahren, ich will nicht lupfen und in der 130R rund 60 km/h verlieren, auf dem Weg zur letzten Kurve“, sagte Lando Norris, amtierender Formel‑1‑Weltmeister und McLaren‑Fahrer, nach den ersten drei Saisonläufen mit Blick auf das Qualifying in Suzuka. Er verknüpfte den Vorfall mit den neuen Abläufen der Power Unit und sprach von Situationen, die große Geschwindigkeitslücken zwischen Autos im gleichen Abschnitt der Runde öffnen.
Als Hauptproblem nannte Norris die Art, wie die Batterie Energie abgibt. „Das große Problem war, dass es in der 130R eine Energiefreigabe gab, und ich musste lupfen und konnte nicht wieder aufs Gas. Wenn ich wieder aufs Gas gegangen wäre, hätte die Batterie Energie freigesetzt, und das wollte ich nicht, denn das hätte eigentlich unterbunden sein sollen“, erklärte der McLaren‑Fahrer in seinen Aussagen nach den ersten drei Rennen mit Verweis auf 130R. Laut Norris raubt das den Fahrern Handlungsspielraum, vor allem in der Quali, wenn viele Autos auf unterschiedlichen Programmen unterwegs sind.
Gleichzeitig verschärft fehlende Fahrzeit die Folgen für Fahrer und Setup. Auf die Frage, ob das abgespeckte Training in Suzuka heute schwerer wiegt als früher, antwortete Norris: „Ja, zu 100 Prozent. Deutlich größer als früher“, so der McLaren‑Fahrer auf Nachfrage zur Trainingsknappheit am Suzuka‑Wochenende. Und er begründete es mit den Umständen vor Ort: „Es ist immer noch ein neues Auto, hier gibt es eine neue Oberfläche mit viel Grip. Es ist eine sehr schnelle Strecke, also verlangt sie eine ganz andere Fahrweise als in den letzten Jahren“, sagte Norris in derselben Runde.
Die höhere Batterieleistung macht die Energienutzung laut Norris zum zentralen Setup‑Hebel. „Man muss an manchen Stellen mehr lupfen, an anderen weniger, und dann die Abstimmung entsprechend anpassen, weil man eben mehr oder weniger lupfen muss“, so Norris, McLaren‑Fahrer, in Ausführungen zur neuen Antriebseinheit und zur Energienutzung in der frühen 2026er Saison. Viele kleine Stellschrauben entscheiden über das Tempo, und ohne sauberes Training fehlt die Datengrundlage.
Norris’ eigener Start in die Saison zeigt, wie teuer verlorene Minuten werden. Er zählte technische Probleme auf, die seine Vorbereitung einschränkten: ein Getriebeproblem im FP1, ein Batteriedefekt, der ihn in China ausschaltete, und weitere Standzeiten in Japan. „Man muss Runden aneinanderreihen, um die richtigen Nutzungsstrategien zu finden“, betonte der McLaren‑Pilot in seinen Kommentaren zum Saisonbeginn und zu den Anforderungen der Power Unit.
Sein Fazit richtet sich klar an die aktuelle Formel 1: erzwungene Lift‑offs in Hochgeschwindigkeitskurven und reduzierte Trainingszeit ergeben Tempounterschiede, die sich laut Norris gerade im Qualifying zuspitzen und das Handling im Verkehr erschweren.