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Audi ehrt Nuvolari in Monaco mit Sonderlackierung

Audi tritt beim Grand Prix von Monaco mit der ersten Sonderlackierung seiner Formel-1-Geschichte an und nutzt den Auftritt, um eine direkte Linie von seinem aktuellen F1-Projekt zu Tazio Nuvolari und der Auto-Union-Ära zu ziehen.

Für das Monaco-Wochenende ersetzt das Team Teile des fluoreszierenden Rots am R26 durch ein kräftiges Gelb. Zu sehen ist die Änderung unter anderem an den hinteren Akzenten der Seitenkästen und am Vier-Ringe-Logo auf dem Heckflügel. Genau diese visuellen Hinweise sollen an die Auto-Union-Rennwagen erinnern, die Nuvolari in den späten 1930er-Jahren fuhr.

Damit geht es Audi in Monaco nicht nur um einen auffälligen Farbwechsel, sondern um ein bewusstes Heritage-Signal vor dem eigenen vollständigen Formel-1-Einstieg. Der Verweis auf Auto Union ist dabei zentral, weil Nuvolari die Type-D-Wagen jener Epoche steuerte und diese Wurzeln heute als Teil von Audis Motorsportgeschichte verstanden werden.

Nuvolari gilt als eine der größten Fahrerpersönlichkeiten der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Der Italiener, bekannt als „der fliegende Mantuaner“, gewann 24 Grands Prix sowie die Mille Miglia und die 24 Stunden von Le Mans. Dass Audi ausgerechnet Monaco für diese Hommage gewählt hat, passt auch sporthistorisch: Nuvolari gewann 1932 die vierte Austragung des Rennens im Fürstentum für Alfa Romeo.

Die Verbindung zu Audi wird durch einen weiteren Erfolg noch klarer. 1938 gewann Nuvolari den Großen Preis von Italien für Auto Union, jenes Kapitel also, auf das sich die Marke mit der Sonderlackierung nun sichtbar bezieht. Das gelbe Farbschema und die hervorgehobenen Vier Ringe machen die historischen Referenzen deshalb nicht nur symbolisch, sondern auf den Autos selbst sofort erkennbar.

Die Hommage bleibt nicht auf die beiden Rennwagen beschränkt. Auch Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto werden am Monaco-Wochenende einen visuellen Verweis auf Nuvolari tragen. Audi unterstreicht damit, dass der Auftritt in Monaco mehr sein soll als ein einmaliger Designwechsel: Das Team rahmt seine Formel-1-Präsenz bewusst über seine Rennsportvergangenheit und verankert den aktuellen Auftritt in einer deutlich längeren Geschichte.