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Audi schließt Verstappen-Deal vorerst klar aus

Audi hat die Spekulationen um Max Verstappen deutlich abgekühlt: Teamchef Mattia Binotto sagte im Podcast Beyond The Grid, dass der künftige Formel-1-Rennstall nicht mit dem Red-Bull-Fahrer verhandle, weil das Projekt noch nicht bereit sei, ihm ein Auto für Siege zu geben.

Binotto begründete die Absage nicht mit mangelndem Interesse an Verstappens Klasse, sondern mit dem aktuellen Stand des Audi-Aufbaus. Wenn Verstappen kommen würde, müsse man ihm „eine richtige Plattform bieten, auf der er um Siege kämpfen kann“. Genau das könne Audi derzeit noch nicht garantieren. „Nein, das tun wir nicht. Ich nicht. Und der Grund ist, dass ich denke, dass wir als Team noch nicht bereit dafür sind“, sagte Binotto.

Damit setzt Audi in einer Phase mit besonders viel Bewegung im Fahrermarkt bewusst ein öffentliches Signal. Verstappens Zukunft ist wieder zum großen Thema geworden, weil Red Bull schwach in die Saison 2026 gestartet ist. Sein erstes Podium holte der viermalige Weltmeister erst zuletzt in Kanada, beim fünften Rennen des Jahres. In der Fahrerwertung liegt er auf Rang sieben, 45 Punkte hinter George Russell auf Platz zwei, bei noch sechs Rennen bis zur Sommerpause.

Genau diese Konstellation nährt die Gerüchte. Verstappen steht zwar noch bis Ende 2028 bei Red Bull unter Vertrag, allerdings wird über eine Ausstiegsklausel berichtet, die einen Wechsel für 2027 ermöglichen könnte, falls er zur Sommerpause schlechter als Zweiter in der WM liegt.

Binotto machte zugleich klar, dass Audi seinen aktuellen Fahrern vertraut. Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto besitzen laut ihm langfristige Verträge. „Vielleicht wird es in Zukunft nicht einmal nötig sein, weil ich im Moment sehr glücklich mit den Fahrern bin, die wir haben, und wir werden sehen, was unsere Zukunft sein wird“, sagte er.

Das ist für Audi mehr als nur eine Abwehrreaktion auf ein Gerücht. Binotto beschreibt damit offen, wo das Projekt sportlich steht: Der Name Verstappen mag reizvoll sein, doch Audi will offenbar erst dann über einen Fahrer dieser Größenordnung nachdenken, wenn die Mannschaft ihm auch tatsächlich ein siegfähiges Gesamtpaket bieten kann.

Für Verstappen nimmt das eine prominente Option aus der aktuellen Gerüchteküche, während die Fragen um seine Zukunft trotzdem bleiben. Seine anhaltende Unzufriedenheit mit dem Reglement 2026 und den möglichen Änderungen an den Motorregeln für 2027 hat die Debatte über seine Zukunft bei Red Bull und in der Formel 1 insgesamt zuletzt weiter angeheizt.