Die Formel 1 hat den Las Vegas Grand Prix per Zehnjahresvertrag bis 2037 abgesichert und damit eines ihrer wichtigsten US-Projekte langfristig festgeschrieben.
Formula One Management teilte mit, dass die Verlängerung gemeinsam mit Las Vegas Grand Prix, Inc., Clark County und der Las Vegas Convention and Visitors Authority vereinbart wurde. Sie kommt nur zwei Wochen nachdem Clark County den Weg für eine Fortsetzung des Rennens freigemacht hatte. Damit ist das Event weit über den ursprünglichen Vertrag hinaus gesichert, der nur bis 2027 lief.
Dass die Einigung so früh zustande kam, unterstreicht die besondere Rolle von Las Vegas im US-Programm der Serie. Anders als in Miami oder Austin wird das Rennen direkt von der Formel 1 selbst promotet. Gerade diese Bereitschaft, eigenes Geld zu investieren, galt als entscheidend dafür, dass die Stadt das Projekt unterstützte und Rennen auf dem Strip vor den berühmten Kasinohotels zuließ.
Der wirtschaftliche Hebel war zentral für die Verlängerung. Seit der Rückkehr in den Kalender 2023 hat der Grand Prix laut Formel 1 einen kumulierten wirtschaftlichen Effekt von 3,2 Milliarden Dollar für Southern Nevada erzeugt. Alle drei Ausgaben von 2023 bis 2025 waren ausverkauft, allein das Rennen 2025 brachte dem Bundesstaat und den lokalen Behörden 43 Millionen Dollar an Steuereinnahmen.
Stefano Domenicali, Präsident und CEO der Formel 1, erklärte, man freue sich, dass die Serie noch viele Jahre in Las Vegas fahren werde. Seit dem Debüt 2023 sei die Veranstaltung „außergewöhnlich“ gewesen und habe sich schnell zu einem führenden Ziel für großen Rennsport, Weltklasse-Unterhaltung, internationale Wirtschaftsführer, Prominente und Influencer entwickelt. Sie habe zudem „starke und dauerhafte Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft und Gemeinschaft“ gehabt.
Domenicali sagte weiter, man habe immer daran geglaubt, dass Las Vegas „ein Eckpfeiler unserer Präsenz in den Vereinigten Staaten“ werde. Die Verlängerung bis 2037 und der Erfolg der vergangenen Jahre bestätigten nun das langfristige Bekenntnis der Formel 1 zu diesem Markt.
Auch in Las Vegas wurde die Einigung als strategischer Schritt gewertet. Steve Hill, Präsident und CEO der Las Vegas Convention and Visitors Authority, nannte die Verlängerung „einen großen Moment sowohl für Las Vegas als auch für den Grand Prix“. In nur drei Jahren sei das Rennen zu einem globalen Signature-Event geworden, das Las Vegas in der Rennwoche ins Zentrum von Kultur, Wettbewerb und Unterhaltung rücke.
Für die Formel 1 bedeutet der Deal vor allem Planungssicherheit bei einem Rennen, das sportliches Großereignis, Stadtspektakel und US-Marktoffensive in einem bündelt. Nach nur drei Austragungen ist Las Vegas damit nicht mehr das Experiment auf dem Strip, sondern ein langfristig abgesicherter Baustein der amerikanischen Strategie der Serie.
© Jonathan Borba