Jack Crawford hat Aston Martin im ersten freien Training zum Grand Prix von Österreich 2026 zwar keinen Sprung in der Zeitenliste verschafft, dem Team aber genau die Daten geliefert, die es von seinem Rookie-Einsatz brauchte. Der Reserve- und Testfahrer ersetzte in Spielberg Lance Stroll, fuhr in 60 Minuten mit einer Bestzeit von 1:11,202 auf Rang 20 und sagte, das Programm sei „fast genau wie geplant“ abgearbeitet worden.
Der eigentliche Wert der Session lag damit weniger im Resultat als in der Auswertung. Crawford berichtete, dass nur die geplante Startübung am Ende wegen einer roten Flagge ausfiel. Ansonsten habe Aston Martin die vorgesehenen Punkte durchziehen können und dabei verwertbare Informationen gesammelt, die nun sowohl in die weitere Arbeit an der Strecke als auch in die Simulatorentwicklung einfließen sollen.
„Gute Session. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich mich ziemlich an das F1-Auto angepasst habe“, sagte Jack Crawford, Reserve- und Testfahrer von Aston Martin, nach seinem Einsatz. „Vom ersten Run an konnte ich direkt komfortabel fahren und habe schnell Geschwindigkeit gefunden. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir heute gemacht haben.“
Crawford hob besonders hervor, dass der Einsatz ihm auch für seine Rolle abseits der Strecke helfen werde. Er habe „gute Lektionen“ für die Simulatorarbeit mitgenommen und wertvolle Daten zurückgebracht. Das deckte sich mit der Einschätzung innerhalb des Teams. Laut Aston Martin gab es positives Feedback zu seiner Arbeit, und auch Honda sah einen konkreten technischen Nutzen in der Session.
Orihara, GM von Aston Martin Honda, sprach von Rückmeldungen im Zusammenhang mit „PU-bezogener Simulation“ und bezeichnete den Freitag als „einen sinnvollen ersten Tag“. Das unterstreicht, worauf es bei solchen Rookie-Einsätzen ankommt: nicht auf eine auffällige Einzelrunde, sondern auf saubere Programmarbeit, nachvollziehbares Feedback und Daten, die in die weitere Entwicklung eingespeist werden können.
Für Crawford war es der vierte FP1-Einsatz insgesamt und der zweite der Saison für Aston Martin. Dass er sich nach eigener Aussage schnell auf das Auto einstellen konnte, war für das Team gerade deshalb wichtig, weil die Session kurz ist und jede Unterbrechung den Erkenntnisgewinn schmälert. Die rote Flagge kostete zwar den abschließenden Startversuch, änderte aber nichts an der insgesamt positiven internen Bewertung.
Nach außen wirkte der Freitag für Aston Martin dennoch mager. Fernando Alonso wurde im ersten Training nur 22., im zweiten dann 19. Stroll kehrte für FP2 ins Auto zurück und beendete die Session auf Rang 20. Auf dem Papier blieb das Team damit den ganzen Tag außerhalb der Top 19.
Genau deshalb fällt Crawfords Auftritt intern stärker ins Gewicht, als es die Platzierung vermuten lässt. Während Aston Martin bei der reinen Performance in Spielberg zunächst im Hintertreffen blieb, lieferte der Rookie-Einsatz zumindest einen klaren Entwicklungsertrag: belastbare Simulator- und PU-Rückmeldungen in einer Phase, in der jede saubere Referenz für das weitere Wochenende zählt.
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