© Liauzh

Honda peilt Zandvoort-Update für Aston Martin an

Honda will Aston Martin laut Shintaro Orihara in zwei Rennen mit einer neuen Power-Unit-Spezifikation ausrüsten, womit die über das ADUO-System entwickelte Überarbeitung auf den Grand Prix der Niederlande in Zandvoort am 23. August hinausläuft.

Für Aston Martin ist dieser Schritt dringend nötig. Das Team steckt nach den ersten neun bis zehn Saisonrennen am Ende des Feldes fest und kämpfte bislang im Wesentlichen nur mit Neuling Cadillac. Der einzige Punkt gelang Fernando Alonso in Monaco mit Platz zehn.

Orihara, Honda-Trackside-General-Manager und Chefingenieur, machte zugleich klar, dass Honda bis zur Sommerpause vor allem lernen will. „Wir haben noch zwei Rennen, bevor wir den neuen Motor einführen“, sagte er in der Honda-Vorschau auf den Belgien-Grand-Prix. Es sei wichtig, mit der aktuellen Spezifikation weiter Erkenntnisse zu sammeln, damit die Befunde zum Energie-Management in kommende Rennen einfließen können, „wie Monza, wo wir ebenfalls lange Geraden haben“.

Genau darin liegt für Honda vorerst die eigentliche Aufgabe. Belgien und Ungarn sollen die letzten Daten mit der aktuellen Ausbaustufe liefern, bevor die neue Spezifikation kommt. Eine schnelle Wende erwartet Honda aber nicht, zumal die aktuelle Power Unit nicht nur als schwächste im Feld innerhalb des FIA-Mechanismus ADUO eingestuft wurde, sondern zuletzt auch unter starken Vibrationen litt. Diese beschädigten Batterien und andere Komponenten und zwangen das Team zu konservativeren Motor-Modi.

Spa-Francorchamps spielt in dieser Vorbereitung eine Schlüsselrolle. Orihara bezeichnete das Wochenende als Test für die Hersteller beim Energie-Management, weil die MGU-K-Leistung auf den langen Geraden besonders präzise eingesetzt werden müsse. Gleichzeitig sei die Energierückgewinnung dort trotz der Streckenlänge recht begrenzt, was den Einsatzplan noch wichtiger mache. Dazu kommt die Belastung für die Power Unit insgesamt, nicht nur bei der Performance, sondern auch bei der Zuverlässigkeit.

Damit wird das Zandvoort-Update für Aston Martin mehr als nur ein regulärer Entwicklungsschritt. Honda nutzt die letzten beiden Wochenenden, um die Schwächen der aktuellen Spezifikation besser zu verstehen und die neue Ausbaustufe auf genau die Bereiche auszurichten, die den Rückstand des Teams bislang am stärksten prägen: Energieeinsatz auf schnellen Strecken und Standfestigkeit der Power Unit.