Nico Hülkenberg hat die Spekulationen um seine Audi-Zukunft vor dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps klar beendet und bestätigt, dass er 2027 weiter für das Formel-1-Team fahren wird. „Die Vertragsverhältnisse sind eindeutig. Von meiner Seite aus gibt es jedenfalls keinerlei Fragezeichen“, sagte er am Medientag in Spa. Auf die direkte Frage, ob er 2027 wieder für Audi fahren werde, antwortete Hülkenberg knapp: „Ja.“
Damit wies er die zuletzt aufgekommenen Gerüchte um mögliche Umbauten im Audi-Aufgebot und eine Verbindung zu Carlos Sainz deutlich zurück. Hülkenberg sprach von „das typische Sommerloch-Gerede in der Formel 1“ und sagte zugleich, ein Teil dieser Spekulationen sei hausgemacht, weil Teams Fahrer oft nur für „mehrere Jahre“ ankündigten, ohne konkrete Laufzeiten zu nennen.
Für Hülkenberg selbst ist die Lage nach eigener Darstellung trotzdem klar. Er war 2024 mit einem Mehrjahresvertrag verpflichtet worden, absolvierte 2025 die Saison mit Sauber und bestreitet 2026 das erste Jahr des Audi-Werksteams. Aus seiner Sicht umfasst die Vereinbarung damit mindestens auch die Saison 2027.
Er sagte, er habe „nichts Gegenteiliges gehört“ und wisse, „dass das Team mit Gabriel Bortoleto und mir sehr zufrieden ist“. Mit Blick auf die Sainz-Gerüchte schob Hülkenberg noch einen Seitenhieb hinterher: Wenn überhaupt, sei nur „der Platz als Reservefahrer“ frei. Er bezweifle aber, dass Sainz daran interessiert wäre.
Die Deutlichkeit seiner Aussage kommt in einer Phase, in der Audi sportlich noch um den Aufbau kämpft. Hülkenberg selbst betonte, das Projekt sei „noch ganz am Anfang“ und weitere Aufbauarbeit nötig. „2026 ist unser erstes gemeinsames Jahr als Team“, sagte er.
Die Ergebnisse unterstreichen das. Vor dem Belgien-Wochenende liegt Audi auf Rang neun der Konstrukteurswertung unter elf Teams. Punkte gab es bisher nur zweimal, jeweils durch Gabriel Bortoleto mit Top-10-Ergebnissen in Melbourne und Silverstone. Hülkenberg wartet dagegen noch auf seine ersten Formel-1-Punkte für Audi, was seine klare Zukunftsaussage umso wichtiger macht, weil sie mitten in der schwierigen Aufbauphase Stabilität in die Fahrerfrage bringt.
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