McLaren hat bestätigt, dass Formel-1-Weltmeister Lando Norris das Goodwood Festival of Speed vom 9. bis 12. Juli anführen wird. Der Brite fährt am Samstag den MCL60 von 2023, während das Team seine Fahrermeisterschaft 2025 und zugleich sein 60-jähriges Bestehen in der Formel 1 feiert.
Die McLaren-Präsenz in Goodwood geht aber deutlich über den aktuellen Titelträger hinaus. Das Team bringt insgesamt vier Formel-1-Autos mit: den MCL60 für Norris und Reservist Leonardo Fornaroli sowie den M23 von 1976, den MP4/8 von 1993 und den MP4/8B von 1993.
Der auffälligste Teil dieses Aufgebots ist der MP4/8B. Der weiß lackierte Wagen, der in den Zusammenfassungen als Ayrton Sennas letzter McLaren in der Formel 1 beschrieben wird, wird erstmals seit 33 Jahren wieder öffentlich in Aktion zu sehen sein. Zuletzt war das Auto im September 1993 zu sehen.
Damit macht McLaren aus Norris' Auftritt nicht nur eine Feier des jüngsten Erfolgs, sondern auch eine Schau zentraler Kapitel der Teamgeschichte. Der M23 wird mitgebracht, weil sich 2026 James Hunts WM-Triumph zum 50. Mal jährt. Der MP4/8 ist jenes Auto, mit dem Senna den Grand Prix von Australien 1993 gewann.
Lou McEwen, Chief Marketing Officer von McLaren Racing, sagte, das Festival biete Fans die Möglichkeit, "unglaubliche Autos und Action auf der Strecke aus nächster Nähe zu erleben". Besonders freue sich das Team darauf, den MP4/8B "zum ersten Mal seit Ayrton und Mika Häkkinen ihn 1993 bei einem Test in Estoril gefahren haben, wieder öffentlich zu zeigen. Das ist ein echter Leckerbissen für alle Motorsportfans."
McEwen ergänzte, dass McLaren am Samstag auch den Titelgewinn des Vorjahres in den Mittelpunkt stellen werde, "wenn Lando den MCL60 zum Goodwood House fährt". Neben Norris und Fornaroli werden auch Bruno Senna und Rob Garofall Fahrten übernehmen. Den MP4/8 teilen sich Fornaroli, Senna und Garofall über das Wochenende.
McLarens Goodwood-Programm verknüpft damit den aktuellen Weltmeister direkt mit einigen der bedeutendsten Autos der Teamhistorie, wobei die Rückkehr des MP4/8B nach 33 Jahren den stärksten Akzent setzt.
© Jonathan Borba