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Hamilton jagt Antonelli: Spielberg wird zum WM-Test

Lewis Hamilton reist nach seinem ersten Sieg für Ferrari in Barcelona mit neuem Schwung zum Großen Preis von Österreich, doch der Red Bull Ring könnte den Titelkampf 2026 sofort wieder verschieben: Vor der achten Saisonrunde liegt der Brite nur noch 41 Punkte hinter WM-Spitzenreiter Andrea Kimi Antonelli, während Ferrari und Mercedes unter völlig anderen Streckenbedingungen als zuletzt neu bewertet werden.

Hamiltons Erfolg in Barcelona hat Ferrari genau zum richtigen Zeitpunkt in die Diskussion um die WM-Spitze zurückgebracht. Gleichzeitig bekam auch Mercedes ein starkes Ergebnis, weil George Russell als Zweiter ins Ziel kam und den Rückstand auf seinen Teamkollegen Antonelli auf 50 Punkte verkürzte. Aus einem frühen Saisonverlauf mit klarem Antonelli-Momentum ist damit ein Dreikampf geworden, der in Spielberg neue Konturen bekommen kann.

Für Antonelli beginnt das Wochenende mit einer anderen Ausgangslage als noch vor wenigen Tagen. Der 19-Jährige schied in Barcelona nach einem technischen Defekt an seinem Mercedes aus und erlebt damit nach seinem märchenhaften Saisonstart den ersten größeren Rückschlag des Jahres. Gerade deshalb wird der Österreich-GP zu einem wichtigen Test dafür, wie stabil seine Titelkampagne unter Druck bleibt.

Auch sportlich ist Spielberg ein Kontrast zu Barcelona. Der Red Bull Ring ist mit 4,318 Kilometern eine der kürzesten Strecken im Kalender, das Rennen geht über 71 Runden. Die Strecke lebt von harten Bremszonen, geringen Zeitabständen und drei aufeinanderfolgenden DRS-Zonen bis Kurve 4, was Überholmanöver wahrscheinlicher macht und kleine Leistungsunterschiede sofort sichtbar werden lässt.

Das verleiht dem Wochenende zusätzliches Gewicht, weil die Teams nach sieben Rennen bereits viel Datenmaterial über die neuen 2026er-Autos gesammelt haben und sich der Kampf in Fahrer- und Konstrukteurswertung klarer abzeichnet. Ferrari muss nun zeigen, ob die SF-26 nicht nur in Barcelona, sondern auch auf einem deutlich anders gearteten Kurs siegfähig ist. Mercedes wiederum kommt mit dem Anspruch, nach Antonellis Ausfall und Russells starkem Ergebnis die Kontrolle im Titelrennen zu behaupten.

In dieses Bild drängt sich auch Red Bull. Das Heimrennen des Teams fällt in eine Phase, in der Upgrades angekündigt sind und die Spitze enger zusammengerückt ist. Während Mercedes und Ferrari als Favoriten anreisen, will McLaren den Aufwärtstrend aus Spanien nutzen und auf den ersten Saisonsieg von Lando Norris oder Oscar Piastri gehen. Genau das macht Spielberg zu mehr als nur der nächsten Station im Kalender: Das Wochenende könnte die Kräfteverhältnisse an der Spitze der Formel 1 neu sortieren.